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Der Prediger von Buchenwald : das Martyrium Paul Schneiders, geboren am 29. Aug. 1897, gestorben am 18. Juli 1939 / herausgegeben mit einem Geleitwort von Prof. D. Heinrich Vogel
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ER, Gott, hebt alle unsere Grüße auf

Und sagt sie den Geliebten in die Ohren. Es ging bei IHM noch kein Gebet verloren, ER drückt nur stets sein Siegel noch darauf.

ER läßt sie wissen, was sie tragen kann.

ER läßt sie wissen, was sie tragen können.

Wir dürfen IHM allein das Sorgen gönnen, Denn wenn wir schlafen, hebt sein Wachen an.

ER spricht, ER hört, wo wir gebunden sind,

ER nimmt uns unsre Sorgen aus den Händen.

Solch ein Geschick, das nur der HERR kann wenden, Das macht uns sehend! oder macht uns blind.

In herzlichem, bewegtem Gedenken grüßt Sie, sehr verehrte liebe Frau Pfarrer Schneider, in der festen Gemeinschaft der Fürbitte im Namen vieler Brüder aus Berlin und Branden-

burg. Erich Klapproth P.

Ehe ich nun Pauls erste Briefe bringe, möchte ich versuchen, ein Bild von dieser Zeit zu geben, wie es sich mir aus per- sönlichen Berichten von Häftlingen und aus KZ-Büchern, die Paul erwähnen, ergibt.- Im ersten Vierteljahr arbeitete er mit andern Kameraden wohl immer im schwersten Ein- satz. Schon während dieser Zeit machte er sich zur Regel, am Freitag seine Nahrung möglichst zu beschrärken, zufasten, um das so Erübrigte den Kameraden zu geben.Wenn du es nicht nimmst, bekommt es halt ein anderer, sagte er. So er- zählt ein Kamerad aus dieser Zeit:Als ich im Dezember 1937 nach Buchenwald kam, lernte ich Paul Schneider beim Bau- kommando ‚Führerhäuser kennen, dem ich zugeteilt wurde. In seiner Kleidung unterschied sich dieser magere Mensch durch nichts von seinen abgerissenen Kameraden. Schwere Arbeit mußteer verrichten. Man sah ihm an, daß er das Schie-

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