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vier Womrather Frauen auf nach Kirchberg, sie wollen end- lich ihren Pfarrer wiedersehen. Eine Sprecherlaubnis bekom- men sie natürlich nicht. Die gute Frau des„Kerkermeisters“
schiebt sie in einen Holzschuppen, und von da aus können sie|
sich mit ihrem Pfarrer an jenem Fensterchen mit Winken und Weinen verständigen. Paul schickt ihnen einen Zettel herunter:„Vielen, vielen Dank, Ihr lieben Frauen und Mäd-
chen! Nun sind wir uns doch schon ein wenig näher! Got|
wird es vollends versehen. Ich bin und bleibe Euer Pfarrer,
Betet, daß Gott alles zum Guten und Segen kehre für die|
ganze Gemeinde. Euer Besuch war mir eine große Stärkung
und Freude. Freuet Euch in dem Herrn alle Wege. Mit den|
bösen und verführerischen Menschen wird es je länger je är- ger. Wir brauchen ihnen nicht zu zürnen, sie haben ihren
Richter. Aber die Gemeinde des Herrn sollen sie nicht zer-\ stören. Gott wird uns noch ein frohes Wiedersehen schen-\
ken, ich hoffe es fest. Euer treuer Pfarrer Schneider.“- Die Fahrt nach Koblenz geht am selben Tage vor sich. Er ist
diesmal nur kurz im Stapogebäude. Er wird in eine Zelle|
des Polizeipräsidiums überführt. Die Unterkunft ist dort wohl auch primitiv, die Zelle 1,15 breit und 4,50 lang, aber die Behandlung durch die Polizeiwachtmeister sehr ordent- lich. Es ist noch eine Aufwartfrau da, die den Gefangenen aus der Stadt Lebensmittel mitbringt.
Die Presbyterien der Gemeinden stellen sich hinter ihren Pfarrer mit folgenden Eingaben:
Die Presbyterien der Kirchengemeinden Dickenschied-— Womrath(über Kirchberg/Hunsrück)
Dickenschied, den 13. Oktober 1937 An den Herrn Reichs- und Preußischen Minister des Innern
Berlin
Unser Pfarrer Schneider hat vor seiner Rückkehr, die auf unsere ausdrückliche Bitte erfolgte, eine Eingabe an
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