Druckschrift 
Der Prediger von Buchenwald : das Martyrium Paul Schneiders, geboren am 29. Aug. 1897, gestorben am 18. Juli 1939 / herausgegeben mit einem Geleitwort von Prof. D. Heinrich Vogel
Entstehung
Seite
111
Einzelbild herunterladen

eTzeig af eigen Sagt Amen,‘Und |“ häftsman, } 5etne hir nel< ihn

E sein Sing

.ndes Bat,

er um ihn et Gotte« te Teil der erraschend 3K-Bruder fehlen vi: ul predir e der Pre Reichtum ie Gered: denn nın seres Tex: der Munl ein Mund su Christ er ebenst

or denen,

on wollen, be seinen tet, da) arf. Wem ıgefochten Resthalten und Be: n will, 0 g, fortzir

fabren auf dem Wege der ihren Herrn laut bekennenden Kirche. Das sei unser Erntedank. Kommt, schließt dieReihen.

Ich sing in Ewigkeit von des Erbarmers Huld.

Er liebet treu sein V olk, vergibt und hat Geduld.

Mein Mund soll seine Treu und Wahrheit laut verkünden, daß auch die Enkel Gott, wie wir ibn fanden, finden.

Ja, seine Gnade steigt sich ewig zu erhöhen

und seine Wahrheit bleibt im Himmel feste stehen. Amen.“

Der Singkreis singt— alles ist wie sonst!— Aber ein treuer Mann sieht den Pfarrer nach dem Segen auf der Kanzel stehen, in Schmerz und Liebe seine Gemeinde umfassend, dann aber entrückt— vergeistigt. Es ist ihm eigen zumute.— Zum Nachmittagskaffee haben wir alle Presbyter bei uns. Einige Stunden sind wir in aller Ruhe und auch Fröhlichkeit beieinander. Ehe wir mit den Womrather Presbytern zum Abendgottesdienst ins Filial fahren, steht Paul an den Bett- chen seiner Kinder und betet mit ihnen den Abendsegen.— Wir fahren mit dem Auto. Von weitem sehe ich auf der Waldstraße ein Licht blinken. Ich ahne es: die Polizei. Die Verhaftung geht schnell vorüber— schnell ihm noch seine Bibel und Gesangbuch zugesteckt! Auch in Dickenschied hat die Polizei inzwischen schon nach Paul gefahndet. Er wird vorderhand im Nachbarstädtchen Kirchberg in Gewahr- sam genommen. Am andern Morgen bin ich in der Küche seines Kirchberger„Kerkermeisters“. Pauls Zelle ist dar- über. Er hört meine Stimme, und nun pfeifter, so laut er kann: „Ein feste Burg ist unser Gott!“ Auf der Treppe stehend- er an der Tür seiner Zelle— sprechen wir einige Worte:... „Sag’s den Gemeinden, ich bin und bleibe der Pfarrer von Dickenschied und Womrath!“ Aus dem Fensterchen eines gewissen Örtchens winkt er mir beim Abfahren zu. Er war ja so erfinderisch!- Nun schreibt er Briefe an die Kinder, die Presbyter, die nächsten Freunde. Nachmittags machen sich

III