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die Reichskanzlei gerichtet,— Datum vom 30. September. Diese Eingabe ist in Abschrift auch dem Herrn Reichs- und Preußischen Minister des Innern zugegangen.
Herr Pfarrer Schneider ist am Sonntage seiner Rückkehr, den 3. Oktober, abends nach 8Uhr, aufdem Wegeinseine Filialgemeinde erneut in Schutzhaft genommen worden. Er wurde zuerst in Polizeigewahrsam nach Kirchberg verbracht. Am Montage wurde er in das Staatspolizei- gefängnis in Koblenz, Vogelsang ı, überführt. Weitere Nachrichten fehlen bisher.
In der Zwischenzeit ist von der Reichskanzlei folgende Antwort aufdieEingabevom 30.September eingegangen:
RK. 15547 B
Berlin W 8, den 8. Oktober 1937 An Herrn Pfarrer Schneider über Kirchberg((Hunsrück) Dickenschied Nach der Anschrift haben Sie Ihre Eingabe vom 30. Sep- tember d. J. wegen Schutzhaft gleichfalls dem Herrn Reichs- und Preußischen Minister des Inneren zugeleitet. Dieser ist für die Angelegenheit in erster Linie zustän- dig. Ich darf Ihnen anheimstellen, sich gegebenenfalls
nochmals an ihn zu wenden. Im Auftrag
Wienstein
Wirmachen uns dieEingabe unseres Pfarrers vom 30.Sep- tember vollinhaltlich zu eigen. Wirweisen besonders dar- auf hin, daß unsere Gemeinden seit März dieses Jahres ohne Pfarrer sind, sich in ihren Gottesdiensten mit Ver- tretungen der umwohnenden Pfarrer behelfen müssen, die Kranken nicht regelmäßig besucht werden können, die Konfirmanden keinen geregelten Unterricht erhalten usw. Wir bitten den Herrn Reichs- und Preußischen Minister
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