Druckschrift 
Der Prediger von Buchenwald : das Martyrium Paul Schneiders, geboren am 29. Aug. 1897, gestorben am 18. Juli 1939 / herausgegeben mit einem Geleitwort von Prof. D. Heinrich Vogel
Entstehung
Seite
101
Einzelbild herunterladen

Pfarrer Schneider Dickenschied(Hunsrück) Eschbach, den 30. September 1937

Sere Zeit ung nodh F

ter der©

It länger E An die

n keinen Hohe Reichskanzlei des Deutschen Reiches

Iten, Die. P in Berlin, Wilhelmstraße;

Unterlas- zugleich in Abschrift an das Reichsinnenministerium

iden Ge. F und an den Regierungspräsidenten in Koblenz.

its zwei-

den Ge. In aller Ehrerbietung beehre ich mich, den hohen staat-

e Rück. lichen Stellen folgendes anzuzeigen: Am 30. Mai d. Js. wurde ich, gerade aus dem Kranken-

s Am ‚her* haus nach Behandlung eines Unterschenkelbruches ent- tingende lassen, von Beamten der Geheimen Staatspolizei aus tsgewalt meinem Pfarrhaus zu einer Vernehmung nach Koblenz die Ver- mitgenommen und dort sofort gemäß einer mir gemach- resenheit ten Eröffnung ohne Vernehmung in längere Schutzhaft genommen. Der Schutzhaftbefehl, der mir in den ersten Tagen mei- Vomtath ner Haft zugestellt wurde, beruft sich auf den Erlaß Hin- denburgs vom Februar 1934 zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und nennt als Gründe Dicken. meiner Verhaftung ganz allgemein mein Verhalten als hi geeignet, die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu ge- h fährden. Acht Wochen weniger zwei Tage wurde ich in ing, Die k Schutzhaft gehalten, ohne daß mir in einem Verhör oder er einer Untersuchung eine unrechte oder aufrührerische ehlichen II Handlung nachgewiesen wurde, die diesen Schutzhaft- a| befehl gerechtfertigt hätte. eb Paul Am 24. Juli wurde mir meine Ausweisung aus dem Rhein- Sie hie land eröffnet. Als Begründung verzeichnet der Auswei- Tagen sungsbefehl wieder mein Verhalten, das die öffentliche auch mit Sicherheit und Ordnung dieses Mal der ganzen Rhein- provinz gefährde. 2{ Bei der Ausweisungsverhandlung vor der Geheimen

101

HH