Druckschrift 
Der Prediger von Buchenwald : das Martyrium Paul Schneiders, geboren am 29. Aug. 1897, gestorben am 18. Juli 1939 / herausgegeben mit einem Geleitwort von Prof. D. Heinrich Vogel
Entstehung
Seite
96
Einzelbild herunterladen

Her auf! sur am m adresse au Aus eineNl fig mir um mußte venn es N die liebe

niterwäbl ige Er lirfen.# ılle führe Christi al diese V nd des| nung de. werden.“ Und aus

in dem€

das Nötige gesagt haben. Nun betet nur auch, daß Gott auch| diese unsere Wege, auch wenn sie nicht so ganz von Gott ge- führt sein sollten, segne und für die Haltung der Gemeinden zu keinem Schaden geraten lassen wolle. Darüber bleibt uns aber auch die Dankespflicht für Gottes gnädige Führung durch die vergangenen Wochen und aus dem Gefängnis ins Haus, Familie und Amt hinein. Wir dürfen uns nur für uns schämen, daß wir Gott nicht noch viel mehr glauben und| vertrauen. Er tut immer über unser Bitten und Glauben. Und dennoch muß sich Gott auch richten nach unserem Glay- ben. Deshalb, mein liebes Weib, bitte hilf mir glauben und beten und daß wir uns daran halten: Fürchte dich nicht, glaube nur!-— Das Haus ist sehr angenehm.... Gestern abend vor dem Einschlafen las ich noch die Briefe, die Du während meiner Haft bekamst. Wir müssen ja ganz beschämt sein um der vielen Anteilnahme und Treue, um der vielen Gebete und um der Sorge willen, die man an uns verschwen- det hat und die ich mir in Koblenz in keiner Weise so vor- gestellt hätte. Wir sind sie in keiner Weise wert, schon weil

..“..-.... Kol W wir gar nicht in gleicher Weise treu sind in Gebet, Fürbitte if os a

. IN I; und Sorge für die andern. Auch das muß uns zur Buße rufen Hieb, we mich der

und uns nur ein etwas freundlicheres Gericht Gottes sein als die Gefängniswochen:Weißt Du nicht, daß Dich Gottes Güte Jüngen 1 zur Buße leitet?... Für die Zukunft wollen wir- ich bitte es iner ge mir jetzt schon aus— ohne Sorgen und ohne Ausweichpläne dankbar sein, gelt? Sonst mußt Du nicht herkommen. Wenn Gott aus Acht Ta unserem Unglauben, Kleinglauben und Schwanken noch Gu- strahlen tes kommen läßt, so rechtfertigt das uns nicht, sondern ge- fehlte schieht nur zum Preis der unverdienten Barmherzigkeit Got:|) Wahn tes, von dessen sündenvergebender Gnade wir leben. Im| lukle übrigen bist Du ja mein liebes, tapferes, kluges, manchmal\A x w zu kluges Weib, auf das ich stolz bin, das die Last der ver- Meinen gangenen Wochen noch mehr getragen als ich und für mich uns den getragen hat, dem ich sein Sorgen und Dreinreden darum ‚lch ha auch ein wenig zugute halten will. Nun freu Dich, liebes ich wei

96

RHESDERIIHHANSTTNEEREENENEANRHEN