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wurde ihm ja auch dann seine Unwürdigkeit für den Heeres- dienst erklärt.- Paul blieb bei dieser entschiedenen Haltung in großer Bescheidenheit und Demut. Im Mai 1936 wurde er mit anderen rheinischen BK-Pfarrern zur ‚Kirchenvisi- tation‘ nach Westfalen gesandt. Er reiste mit den größten Hemmungen ab, fühlte sich dem nicht gewachsen, und es widerstrebte ihm, dort von seiner eigenen und der Gemein- den Haltung zu berichten. Gott müsse ja doch ihr„armes Bekennen“ in Gnaden ansehen, und sie hätten ja oft genug versagt! Er fährt„auf Befehl“ um der Sache willen. Im Juli 1956 waren wir bei unserer Mutter in Tübingen. Das geistige und kulturelle Leben war dort in diesen Tagen auf einem Höhepunkt: Mozartfest! Mutter wollte uns an diesen Genüssen gern teilnehmen lassen. Pauls Sinn stand aber nicht nach Konzertsälen, nur uns zulieb ging er mit. So war die erste Zeit nicht der ihm gemäße Urlaub und machte un- ser Verhältnis etwas gespannt. Wie sehr stand ich damals in der Angst um den Geliebten und wollte retten, was zu retten war. Wir hatten Meinungsverschiedenheiten vor der Mutter ausgetragen. Paul schreibt nun nachher der Mutter:„Mich bedrückt, daß wir ‚Bekenntnisleute‘ uns Dir in einem so schlechten und anstößigen Licht gezeigt haben. Wir lassen uns das recht zur Demütigung dienen, auf daß wir uns kei- nen fleischlichen und menschlichen Ruhm daraus machen, wenn der Herr uns nötigt— mit viel Mühe genug- daß wir seinen Anspruch und sein Herrschaftsrecht auf die Kirche nicht verleugnen. Dich möchte ich nur bitten, uns auch als Sünder anzusehen, die an sich nicht besser sind und sein kön- nen als andere Menschen. Bitte verstehe auch, daß unser Weg in der Bekennenden Kirche eine Last für unsere Ehe und unser Amt und unsern Stand bedeutet, die andere so nicht tragen müssen.“— Paul fand dann noch Erholung in Bad S. für zehn Tage. Die letzten vier Tage teilte ich mit ihm. Eine Frau an unserem Tisch fragte:„Sind Sie auf der Hoch- zeitsreise?“„Nein, wir haben fünf Kinder zu Hause.“-
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