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„Der evangelisch-reformierten Gemeinde Dickenschied bin ich folgende Erklärung schuldig:
Die erzwungene Anteilnahme der Kirche an der heutigen Reichstagswahl durch Glockenläuten und Fahnenzeigenzwingt mich, aus meiner Zurückhaltung, die ich bisher beobachtet
"habe, herauszutreten.— Die Kirche kann dem Staat in sei-
nen Plänen und Handlungen entweder den göttlichen Segen anwünschen oder aber dem Staat mit der göttlichen War- nung entgegentreten, wenn seine Pläne, Entschlüsse und Handlungen offenbar gegen Gottes Willen und Wort ge- richtet sind.- Fahnenzeigen und Glockenläuten aber könnte nur zu leicht als Segensanwünschung verstanden werden. Diese Segensanwünschung aber kann die Kirche dem Staate im Augenblick nicht geben. Offenbar ist mit dieser Reichstagswahl nicht nur verbunden, daß wir dem Führer unsere Stimme geben und die Außenpolitik des Führers bil- ligen, sondern auch, daß wir die das ganze Schicksal der Nation zutiefst berührende Weltanschauungspolitik des Na- tionalsozialismus billigen, die sich in immer mehr offenbar werdenden Gegensatz zum biblischen Christentum setzt.- Deutschlands Schicksal entscheidet sich aber nicht an den Truppen am Rhein, sondern an der Stellung des Deutschen Volkes zum Worte Gottes. Darum ist die Weltanschauungs- frage ungleich wichtiger als jede andere. Bis zum heutigen Tage aber ist dem Worte Gottes und dem bekenntniskirch- lichen Leben die freie Entfaltung unter allen deutschen Volksgenossen immer mehr verwehrt worden. Vielmehr ist das deutsche Volk und seine Jugend einer immer offensicht- licheren Entfremdung von der Kirche Christi und von der Lehre der Hl. Schrift und damit dem Abfall und der Em- pörung gegen Gott entgegengeführt worden. Eine unchrist- liche deutsche Gemeinschaftsschule soll an Stelle unserer heutigen Konfessionsschulen mit Gewalt durchgesetzt wer- den.— Es ist auch nicht die leiseste Zusicherung von den ver-
antwortlichen Männern in Staat und Partei gemacht worden,
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