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Der Prediger von Buchenwald : das Martyrium Paul Schneiders, geboren am 29. Aug. 1897, gestorben am 18. Juli 1939 / herausgegeben mit einem Geleitwort von Prof. D. Heinrich Vogel
Entstehung
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Gemeinde in der Kirche. Ihr könnt Euch denken, daß wir viel mehr Trost und Freude hatten, als das bißchenUngemach uns ausmachte. Ich glaube Euch dies unser Erleben nicht vor- enthalten zu dürfen, weil es uns allen den Glauben stärken darf an die Sendung und Verheißung der Kirche Christi für unser Volk auch in unseren Tagen. Nachdem die Gemeinde bier solche Haltung gezeigt, möchten wir wirklich uns erst recht beglückwünschen zu unsererV erbannung auf den Huns- rück.

Folgenden Brief richtete Paul Schneider nach seiner Entlas- sung an die Staatspolizei:

Dickenschied, den 21. Juni 1934 An die Staatspolizeistelle in Koblenz durch den Herrn Landrat.

Wie ich schon bei meiner Entlassung aus der Schutzhaft am gestrigen Tage bei den mir gemachten Eröffnungen durch Herrn Oberinspektor Schmidt diesem gegenüber zum Ausdruck gebracht habe, verwahre ich mich ent- schieden gegen die nachträgliche Beurteilung des Zwi- schenfalles auf dem Friedhof in Gemünden am ı2. Juni, der zu meiner Inschutzhaftnahme Anlaß gab, als einer ‚staatsfeindlichen Äußerung. Diese Verwahrung gebietet mir schon meine Amtsehre.

Gerade die Anwesenheit der vielen Uniformierten, die ich in diesem Falle als Hörer der kirchlichen Botschaft anzusehen hatte,machtemirdasEinstehen für reineLehre um so mehr zur Bekenntnispflicht. Darum kann ich nicht, wie Sie mir eröffnen ließen, der von mir in milder Form geübten Lehrzucht den Stempel der Staatsfeindlichkeit aufdrücken. In dieser Auffassung weiß ich mich, wie ver- Jautet,mit vielen der anwesend gewesenen Uniformierten einig. Darum kann ich auch nicht, wie Sie mir in den ge-

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