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Der Prediger von Buchenwald : das Martyrium Paul Schneiders, geboren am 29. Aug. 1897, gestorben am 18. Juli 1939 / herausgegeben mit einem Geleitwort von Prof. D. Heinrich Vogel
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Hauptdorf.In Dornholzhausen sind die Verhältnisse an- ders als hier, ich möchte sagen alttestamentlicher! Geiz, Al- kohol und Unsittlichkeit unter der Jugend sind auch dort mächtig. Aber in der Evangelisation vor Totenfest durch einen Berliner Freund wurde das Wort im ganzen willig auf- genommen und es bietet sich dem missionarischen Willen der Kirche weit mehr Einflußmöglichkeit auf das ganze Dorf.In Hochelheirm trafen wir einen Jungfrauen- verein und Jünglingsverein an, und da es kaum gelang, aus der Dorfjugend neue Glieder dazu zu gewinnen, hielten wir auch offene Abende. Wie oft stand aber die Tür des Pfarr- hauses umsonst offen! Auch durch Freizeiten suchten wir Eingang zu gewinnen. Paul konnte mit der Jugend von Herzen froh sein. Spielen, Basteln, Turnen, Wandern und besonders Singen war ja auch seine Freude! Selbstverständ- lich aber war ihm, daß die Bibelbesprechung im Vereins- leben nicht fehlt und daß man von denen, die kommen, auch etwas verlangt an christlicher Lebenszucht und Mitarbeit im Gemeindeleben. Es war ein Auf und Ab in unserer Jugend- arbeit. Oft mußten wir einsehen, daßzuviel gemacht und zu wenig gewachsen war. In beiden Dörfern entstanden bald Frauenhilfen. An diese Arbeit kann ich nur mit großer Freude und Liebe zurück- denken. Unsere beiden Frauenhilfen standen uns tätig und hilfsbereit zur Seite, sei es in der Armenpflege, sei es bei der Einrichtung einer Schwesternstation. In allen Stürmen blieben die Frauenkreise bestehen, verfestigten sich immer mehr unter Gottes Wort und waren auch während des Dritten Reiches ein Bollwerk der Bekennenden Kirche. Nach unserem Weg- gang durften wir ihre Treue erleben. Wir wurden mit Omni- bussen besucht, durften Gegenbesuch mit unseren Hunsrückern machen. Am Grab meines Mannes standen diesetreuenE rauen, und noch heute reißt die Verbundenheit nicht ab.- Gerne fuhr Paul zu Singwochen und kirchlichen Freizeiten.

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