Druckschrift 
Der Prediger von Buchenwald : das Martyrium Paul Schneiders, geboren am 29. Aug. 1897, gestorben am 18. Juli 1939 / herausgegeben mit einem Geleitwort von Prof. D. Heinrich Vogel
Entstehung
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zucht! Vater Schneider hielt in seiner Amtszeit streng ge- setzlich darauf, daß der Rest von Kirchenzucht, der sich durch die Jahrhunderte erhalten hatte, geübt wurde. Es handelte sich dabei um Verstöße gegen das 6. Gebot. Braut- paare, die ein Kind erwarteten, wurden ohne Brautschmuck und ohne jede Feierlichkeit in der Studierstube getraut. Eine große häusliche Feier war nicht erwünscht. Stille Trauungen waren am Werktag, festliche Hochzeiten immer am Sonn- tag. Es kam auch vor, daß der Pfarrer vor der Taufe eines Kindes sagte:Die Eltern dieses Kindes haben Gott und die Menschen belogen u. a. m. Paul war von den ersten Tagen seines Pfarramts an gezwungen, sich um die rechte Ausübung der Kirchenzucht zu mühen. Er wurde förmlich unter Druck gesetzt durch Unterschriften des Presbyte- riums, durch einen ‚Streik eines Brautpaares- am Vortag seiner Amtseinführung! die alte Form zu lockern. Er konnte auch aus eigener Überzeugung des Vaters Kurs nicht halten. Zu meinem Empfang warteten statt der Kutsche am Bahnhof gleich vier Amtshandlungen, darunter zwei nicht ganz erquickliche, eine Trauung, bei der ich den letzten Rest von Kirchenzucht in Gestalt der Stilltrauung einstweilen fah- ren ließ, indem ich sie am Sonntag feierlich in der Kirche vornahm, was mir in Anbetracht des darauf folgenden lär- menden Festes wieder leid tun wollte und dann die Beerdi- gung eines Selbstmörders aus unserem Studentenkreis, bei der ich num umgekehrt mich an die kirchliche Ordnung bin- dend- gegen alle Bitten der Gemeinde- nur im schwarzen Rock auf dem Friedhof amtierte, Text Jes. 48,17 n. ı8. Recht gemacht werde ich es auch diesmal nicht haben.(Brief vom 6. September 1926.)-Der Kampf um die Kirchenzucht in den Gemeinden ist noch nicht ganz ausgetragen und wird wohl noch mit meiner Niederlage enden, die mir selbst am Ende nicht so unlieb ist. Da bleibt nachher nur noch der Kranz und die Krone(Tracht) als Ehrenzeichen und die stille Trauung für die, die guten Willens sind.(Brief vom

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