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Gottes Segen für unsere jungenPaare, um Gottes Hilfe gegen die Geister der Krankheit und der Seelennot. Wir wollen bei uns selber anfangen, uns gewiß nicht besser halten als andere. Daß alle menschliche Gerechtigkeit und aller mensch- licher Ruhm zunichte werde und ganz allein übrig bleibe Christi Gerechtigkeit, die er uns am Kreuz erworben. Dar- in allein findet unsere Blöße und Fluchwürdigkeit ibre Dek- kung. Solange wir noch fromme und tüchtige und gerechie Leute sein wollen, geht uns Christi Gerechtigkeit nichts an.“ Auf die kirchliche Sitte wird gehalten. Jede Altersgruppe geht zweimal im Jahr an ihrem bestimmten Sonntag zum Abendmahl. Die feierliche Abendmahlstracht der Frauen gibt diesen Sonntagen ein besonderes Gepräge. Jeder Neu- ling ist beeindruckt von der Ehrwürdigkeit dieser kirch- lichen Sitte. Paul aber weiß, daß sie im Gegensatz steht zu der zunehmenden Verweltlichung und Entkirchlichung, die besonders bei der Jugend eingesetzt hat. Zwar wird am Abendmahlsgang festgehalten, aber wo kann da noch Ehr- furcht sein, wo Sündenerkenntnis, wo Buße, wo Bereitschaft, sich von Christus beschenken zu lassen, wenn man sonst selten oder nie unter’s Wort kommt? Läßt man sich nicht nur vom Rhythmus des Althergebrachten bestimmen? Paul wurden die Abendmahlsfeiern der jüngeren Gruppen mehr und mehr zur Last. Ältere Amtsbrüder rieten Paul, diese Sonntage als missionarische Gelegenheiten zu werten, aber er, der volksmissionarisch Begabte, war gerade an diesen Sonntagen gehemmt. Trug er als Seelsorger nicht mit die Verantwortung, wenn viele mit gleichgültigem Herzen zum Herrenmahl kamen? In der Beichtansprache bat er die Ju- gend— wohl nicht nur in dem einen mir bekannten Fall— doch den Mut zu haben und in den Bänken zu bleiben, er achte sie darum- wenn sie doch nicht von ihrem alten Trei- ben lassen wollten. Sie taten’s nicht. Am Abend aber be- suchte sie derPfarrer im Tanzlokal. Paul wies immer wieder hin auf die Notwendigkeit des selbständigen Beichtgottes-
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