Druckschrift 
Der Prediger von Buchenwald : das Martyrium Paul Schneiders, geboren am 29. Aug. 1897, gestorben am 18. Juli 1939 / herausgegeben mit einem Geleitwort von Prof. D. Heinrich Vogel
Entstehung
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serer Zeit einen großen Aufschwung. Die Frauen des Dorfes reisen mit dem Käse auf die Märkte der Großstädte Hes- sens und des Rheinlandes und ihre bäuerliche Tracht, die schöne Hüttenberger Tracht, kommt ihnen dabei sehr zu- statten. Was früher mühselig im Schubkarren gefahren wurde, kann nun bald mit dem Auto befördert werden! Das Dorf verändert sich dadurch sehr. Der Jugend gefällt die Bauern- tracht nicht mehr, sie wird ‚vornehm, d.h. städtisch. Großer Fleiß und große Geschäftigkeit herrschen im Dorf. Durch ihren Handel sind sie den Umgang mit Menschen gewöhnt, und das Wort sitzt lose auf derZunge.Sie haben einen großen Familiensinn, und es ist bezeichnend, daß sie, die so viel un- terwegs sind, bei ihren Familienfesten als Lieblingslied sin- gen:Ich bin so gern, so gern daheim- das ist mein Himmel auf der Erden! Mehr und mehr wächst Paul in sein Hirtenamt hinein. Nur noch einmal im November 1927 vertraut er sich seinem Tage- büchlein wieder an, aber er weiß nun, wer Herr wird über seiner ‚Anfechtung Schmerz.Ehemann, Vater und Pfarrer bin ich geworden. Wieviele wandeln in solcber Würde doch auf verkehrtem Wege. Kommt doch auch zu mir noch heu- tigentages die große Unruhe, daß mein Herz nicht alles ver- lassen, um Jesus zu dienen. Sind mir denn auch die weichen Arme, von denen Kierkegaard schreibt, verhängnisvoll ge- worden? Habe ich in entscheidungsschweren Augenblicken meines Lebens den rechten Entschluß der Entsagung, des Verzichtes nicht gefunden? Darf ich morgen vor die Ge- meinde treten mit der Adventsfreude und Adventsbotschaft? Möchte sie doch heller in meinem Herzen brennen! Möchte Gott mich seine Gnadenfülle wieder reichlich erfahren las- sen! O. C. tröstete mich, ich habe seit Berlin einen großen Schritt vorwärts gemacht. Sein Hiersein bedeutete, wie ich mir erbeten, Stärkung und Segen. O Gott im Himmel, laß mir nicht alles wieder geraubt werden! Schenk mir Glauben und Frieden. In der Spannung stehend, muß ich hinter all

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