Kontakt an. Jurek Zolotow und Jöziek Jarost waren die hauptsächlichen Verbindungsmänner zu der„arischen Seite“. Sie standen mit Kazik Debiak in Verbindung.
Das war bereits nach dem bewaffneten Widerstand im Januar. Der Kampfgeist unter unseren Genossen hatte sich noch mehr gefestigt. Eine immer größere Anzahl junger Kämpfer gab wiederholt Beweise von starken Nerven, Beherrschung, Tapferkeit und Mut. Am mutigsten waren Stach und Salek (an die Zunamen erinnere ich mich nicht mehr). Sie begaben sich einmal auf das Gebiet des„wilden“ Ghettos, um eine Aufgabe durchzuführen. Unerwartet kam der nazistische Schinder Klostermeyer angefahren, der sie verhaftete und auf die Befehlsstelle in der Zelaznastraße 103 brachte. Als wir die Meldung darüber bekamen, organisierten wir sofort einen Überfall auf die Befehlsstelle. An der Spitze dieser wage- mutigen und riskanten Expedition stand der Genosse Bronek. Wir hielten die Gendarmen in Schach und befreiten Stach und Salek. Kurz darauf wurde jedoch Bronek selbst verhaftet. Diesmal brachten ihn die Nazis nicht auf die Befehlsstelle, sondern auf die Polizeistation an der Ecke Nowolipki- und Smocznastraße. Unsere Genossen Herszel Kawa und Motel Goldsztajn verständigten sich sofort mit dem Jüdischen Kampfbund. Am selben Tag in den Nachmittagsstunden überfiel eine Kampfgruppe die Polizeistation, hielt die Wache und den Kommandanten in Schach, bemächtigte sich der Arrestschlüssel und befreite Bronek mitsamt allen anderen Gefangenen. Gleich nachdem die Unseren die Polizeistation verlassen hatten, alarmierten die Gendarmen die Nazis auf der Befehlsstelle, aber diese hatten ganz einfach Angst, sich nachts in das Ghetto zu begeben.
Der Kampfbund hatte in dieser Zeit nicht nur Erfolge, son- dern erlitt auch Niederlagen. Den deutschen nazistischen Schindern glückte es schließlich, den unerschrockenen Ge- nossen Stach in ihre Hände zu bekommen. Es war ihnen durch
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