$o ging der Freitag vorüber.
Sonnabend, der 26. Juni. Heute beim Appell, der um 7 Uhr stattfand, sonderte Herches auf Befehl des Untersturm- führers eine spezielle Brigade ab, die sich zusammen mit der gestrigen Brigade zur Arbeit bei den neuen Gräbern begab. Die übrigen Männer stiegen in die Schlucht hin- unter.
In der Schlucht, in der die Leichen schon verbrannt worden waren, wurde die ganze Erde umgegraben, um festzustellen, ob nichts übriggeblieben sei. Nach dem Umgraben dieser Erde mußte man dem Untersturmführer darüber Meldung erstatten, der die Arbeit kontrollierte. Falls er in der Erde auch nur ein Haar fand, bekam die ganze Brigade 25 Hiebe mit dem Ochsenziemer, und 25 Hiebe mit dem Ochsenziemer bedeuteten mehr als 110 Hiebe mit der Nagaika.
Die Arbeit bei den Gräbern sah folgendermaßen aus: 3 Mann stiegen mit Haken in das Grab hinunter, und zwei standen mit einem zweiten Haken oben. Die drei, die unten standen, schlugen den Haken in die Leiche und zogen sie von dem Platz weg, wo sie sich gerade befand. Die zwei von oben schlugen dann ihren Haken in die geeignete Stelle hinein, damit die Leiche nicht in zwei Teile riß, und zogen sie hin- auf. Hier legten Träger 2—4 Leichen auf Tragen(in der Art der Krankenhaustragen), die uns gestern geliefert worden waren. Bei jeder Trage arbeiteten 2 Mann, welche die Leichen zur Brandstelle trugen, die sich in der Nähe der Gräber befand. Der Brandmeister goß Benzin und Öl auf das gestern angelegte Fundament und zündete es an. Die Träger stiegen mit den Tragen auf die vorbereiteten Er- höhungen und warfen die Leichen ins Feuer. Auf der einen Seite stieg das Trägerpaar hinauf, und auf der anderen stieg es herunter, um den nächsten Trägern nicht im Wege zu sein, die ihnen mit Leichen folgten. Der Träger mußte sich die Hände immerzu mit Sand einreiben, weil die Hände und die
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