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gen Formung eines jungen Menschen, der zu den Wenigen gehört, um die zu bemühen“s sich lohnt, einigen Anteil habe, wird mir stets eine freudige Genugtuung bereiten.
Jene im großen und ganzen unerfüllten Jahre des Wartens, in denen ich trotz allem die Hoffnung auf die Wiederherstellung meiner’geisti- gen Lebensgrundlagen niemals aufgab, wurden aber dennoch unter- brochen von Tätigkeiten oder Begegnungen, in denen sich meine wahre Natur auch in einer nach außen sichtbar werdenden Form entfalten konnte.
Meine wissenschaftlichen Neigungen kamen in der Abfassung mehrerer volkskundlicher Werke zur Geltung. Die Wanderungen in Niederbayern und im Bayrischen Wald, ausgehend von meinem Blockhaus am Öl- berg, brachten, wenn sie auch stets nur kurz waren, doch jedesmal neue Entdeckungen, die häufig wichtige Ergänzungen zu meinem Haupt- werk, der altbayrischen Wallfahrts-Volkskunde, deren Neu-Heraus- gabe ich damals vorbereitete und abschloß, darstellten. Wichtiger noch waren meine Arbeiten zur Volkskunde meiner engsten Heimat, des Berchtesgadener Landes. Den äußeren Anstoß hierzu bot der Wunsch des Vorstandes der Berchtesgadener Weihnachtsschützen, das Brauch- tum meines. Geburtslandes in Buchform niederzulegen. Über meine Beziehungen zu dem größten brauchtumspflegerischen Verein meiner Heimat wird.im nächsten Kapitel ausführlich die Rede sein. Hier will ich nur vorausschicken, daß er es war, der mich meinem eigentlichen Beruf, den ich fast schon vergessen hatte, wieder zuführte. Er tat eigentlich noch mehr als das, denn während ich mich bisher nur auf ein ganz eng umgrenztes Spezialgebiet, das der Volksglaubensforschung beschränkt hatte, stellte er mir eine viel umfassendere Aufgabe, indem er mich zum erstenmal dazu nötigte, ein allgemeines Thema, nämlich das gesamte Brauchtum meiner Heimat zu bearbeiten.
Ich ging mit innerem Schwung und Begeisterung an meine neue Tätig- keit heran, nicht nur, weil ich meine eigentliche Begabung wirksam werden lassen und eine tote. Zeit überbrücken konnte, sondern weil ich dadurch ja noch mehr tat, nämlich die Periode des Ungeistes, wenn
auch nur vom engen Winkel meiner Heimat aus, wirksam bekämpfen
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