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Suppen. 11
dem er wie gewöhnlich geſchuppt und ausgenommen worden iſt, mit Waſſer, Eſſig, Zwiebel, ganzem Pfeffer, Nelken, Salz und Lorbeerblättern zu, kocht ihn ſo ab und ſtellt ihn bei Seite. Den andern Tag wird er ſauber von den Gräthen gethan; das Weiche von 4 Wecken und 4 Milchbroden wird hierauf zu ganz dünnen Scheibchen geſchnitten und mit ſiedender Milch angebrüht; dann rührt man ¼ Pfund Butter leicht, thut nach und nach 10 Eier⸗ gelb, nebſt den erkalteten Wecken, dem Fiſch, kleingehackten Zwie⸗ beln, Peterling und Schnittlauch, Salz und Muskatnuß dazu, rührt alles gut durch einander, ſchlägt das Weiße von den Eiern zu Schaum, vermengt ihn gut damit und füllt die Maſſe in ein mit Butter beſtrichenes und mit Mutſchelmehl beſtreutes Potageblech; das Blech wird in eine breite Kachel mit ſtrudelndem Waſſer, das bis an die Mitte des Blechs reicht, geſezt, ein Deckel mit Kohlen
darauf gethan und ſo 1 ½ Stunde kochen und aufziehen laſſen. Wenn es fertig iſt, wird es auf eine Platte geſtürzt. Dann werden gelbe Rüben länglich geſchnitten, nebſt kleingewiegtem Zwiebel und Peterling im Butter gedämpft, mit Mutſchelmehl beſtreut und mit Fleiſchbrühe abgelöſcht. Hierauf wird das Ge⸗ ſottene zu länglichten Schnitten geſchnitten, übereinander in die Suppenſchüſſel gelegt, die kochende Suppe mit 8 Eierdottern ab⸗
gezogen und über die Schnitten angerichtet.
Nro. 42. Fiſchſuppe. 2te Art.
Wenn der Fiſch gepuzt iſt, wird das Fleiſch von den Gräthen abgelöst und fein gebackt; die Gräthe werden beſonders verhackt und nebſt Knochen, Zellerich, gelben Rüben, Zwiebel und ganzem Gewürz im Butter gedämpft und dann mit Fleiſchbrühe abgelöſcht; nun läßt man ſie kochen und treibt ſie hernach durch ein Haarſieb oder engen Seiher. In einem Stückchen Butter wird ein Kochlöffel voll Mehl geſchweißt, dann das gehackte Fiſchfleiſch darin gedämpft und mit der durchgetriebenen Brühe abgelöſcht. Man kann Schnit⸗ ten oder Klöße in die Suppe thun, wie es beliebt.
Nro. 43. Fleiſchſuppe.
Man ſchneidet gewöhnliches Hausgebackenes oder Roggenbrod zu dünnen Scheibchen, gießt gute ſiedende Fleiſchbrühe daran, in welcher Lauch, Zellerich und dgl. geſotten wurde; wer es nicht in der Suppe liebt, läßt es durch den Schaumlöffel laufen, auſ⸗ ſerdem ſchneidet man das Wurzelwerk zu netten Stückchen und läßt ſie mit der Suppe aufkochen. Man kann die Suppe auch mit Eiergelb und Rahm abziehen.
Nro. 44. Franzöſiſche Suppe. Man nimmt gebähte Schnitten, 1 Stück Rindfleiſch oder ein


