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Die vollkommene Köchin oder Neues schwäbisches Kochbuch : enthaltend mehr als zwei tausend, durch tüchtigte Hausfrauen erprobte Recepte / sorgfältig gesammelt von L.S.
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Suppen.

Nro. 1. Aalſuppe.

Für s Perſonen nimmt man 2 Pfund Aal, ſchneidet ihn in Stücke,

beſtreut ſie mit Salz und läßt ſie bis zum Gebrauch ſtehen. Als⸗ dann zerläßt man in einer Caſſerolle 12 Loth Butter, thut 3 bis 4 Hände voll kleingeſchnittene gelbe Rüben, einige gehackte Chalot⸗ tenzwiebeln, ein wenig Pfeffer und Salz darein und dämpft ſie halbweich; dann 3 Hände voll grüne Erbſen dazu; wenn dieſe faſt weich ſind, fügt man 2 Teller voll Zellerich, Lauch, Peter⸗ ling⸗Kraut und Wurzeln, etwas Portulak, ein Kopf Weißkraut, alles klein gehackt, bei; gießt Fleiſchbrühe daran und läßt es eine Weile kochen; thut dann 2 Hände voll geviertelte Frühbirnen da⸗ zu; läßt alles weich kochen, gießt noch die nöthige Fleiſchbrühe dazu und läßt endlich die Aalſtückchen darin fertig(gar) kochen. Bei dem Anrichten thut man einige Löffel voll Weineſſig und Mus⸗ katnuß dazu; auch können Fleiſch⸗, Butter- oder Mehlklößchen darauf gegeben werden.

Nro. 2. Aalſuppe mit Aalklößchen.

Man zerſchneidet den Aal, nachdem ihm die Haut abgezogen iſt, in länglichte Stücke, kocht dieſe in Fleiſchbrühe, thut Nelken, Zwiebel, engliſches Gewürz, Salz, eingemachte Schwämme, Krebs⸗ ſchwänze, Citronenſcheiben u. dgl. hinzu und läßt ſie darin gar

werden. Die Leber des Aals wird mit etwas Aalfleiſch fein ge⸗

hackt, mit einigen Eiern, wovon das Weiße zu Schaum geſchlagen

wird, und Mutſchel- oder Semmelmehl angerührt; von dieſem

Taig werden Klößchen gemacht, auf heißen Blechen gelbbraun ge⸗ backen und dann in die Aalſuppe gegeben. Das Aalfleiſch wird in einer flachen Schüſſel beſonders aufgetragen und mit Citronen⸗ ſaft beträufelt.

Nro. 3. Aepfelſuppe.

Man nimmt eine Parthie gute ſäuerliche Aepfel, z. B. Bors⸗ 1