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Suppen. 9
und nicht gut, oder zu wenig, wo ſie Butterbrühartig erſcheinen und nicht ſo ſchmackhaft ſind. Man darf nur flink beim Anrühren und Aufziehen ſeyn, ſo machen ſie ſich am beſten.
Nro. 33. Fette Eierſuppe.
Man macht eine gute Fleiſchſuppe; wenn bald angerichtet werden ſoll, ſo nimmt man 3 bis 4 Eier in einen Topf, ſchlägt
dieſelbe mit etwas Mehl klein, thut feingehackten Peterling, etwas
Muskatnuß und ein Stückchen Butter dazu, verklopft alles zu⸗ ſammen, gießt es ſodann in die Fleiſchbrühe und läßt es unter beſtändigem Rühren noch eine kurze Zeit am Feuer ſtehen. Dann richtet man an.
Nro. 34. Eingelaufene Suppe. Man nimmt ein paar Löffel voll weißes Mehl in eine Schüſ⸗
ſel, thut etwas Salz darein, rührt es mit ein wenig Milch glatt
an und ſchlägt ein paar Eier daran, daß es ein dünnes Taigchen
gibt; läßt dies durch den Schaumlöffel in ſiedende Fleiſchbrühe
laufen, und wenn es aufgekocht hat, gibt man es mit ein wenig Muskatnuß oder fein geſchnittenem Schnittlauch zu Tiſch'.
Nro. 35. Erbſenſuppe mit Würſten.
Man dämpft in einem Stückchen Butter einen Eßlöffel voll Mehl, etwas feingeſchnittenen Zwiebel und Peterling, thut übrig⸗ gebliebene, oder friſchgekochte durchgetriebene Erbſen dazu und ver⸗ dünnt ſie mit Fleiſchbrühe; alsdann ſiedet man ein paar geräucherte Bratwürſte und etliche Schweinsohren, ſchneidet ſie in kleine dünne Stückchen und legt ſie, nebſt 2 Kreuzerwecken, welche gewürfelt geſchnitten und im Butter geröſtet worden ſind, in eine Suppen⸗ ſchüſſel und gießt die Erbſen darüber, deckt ſie zu und gibt ſie zu Tiſche.
Nro. 36. Erbſenſuppe mit Schweinemaul und Ohren.
Man dämpft Zellerich⸗Wurzel, gelbe Rüben, Lauch und magern Schinken in einem Stückchen Butter weich, treibt die in Waſſer weichgekochten dann abgegoſſenen Erbſen durch den Suppenſeiher, thut das Durchgetriebene zu den Wurzeln, gießt Fleiſchbrühe dazu, läßt es zuſammen gut kochen und treibt es dann noch einmal durch. Die Schweinsohren und Schnauze werden, wenn ſie nicht gepöckelt find, in Waſſer mit ein wenig Salz weich gekocht, dann in kaltem Waſſer recht rein gewaſchen, in feine fingerslange Stückchen ge⸗ ſchnitten, in die Suppe gethan, damit ſie wieder Kraft anziehen; dann ſtelle man die Suppe au bain Marie(in einen Topf mit ſiedendem Waſſer), damit ſie nicht anbrenne. Die Croutons wer⸗ den in die Terrine gelegt und die Suppe darüber angerichtet.


