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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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( d. i. der SS ), der weder vor einem moralischen noch einem physischen Kindermord zurückscheute.

Bestürzt, sprachlos, von tiefem Mitleid erschüttert, sahen wir zum erstenmal dieses Schauspiel, und einer sagte zu mir: ,, Das, ja, das sollte man in der Wochen­schau der deutschen Kinos bringen! Kleine Kinder wirft man ins Kazet!-- Und so will das Hitlerreich Kultur­bringer für Europa werden?"

Sehr furchtsam sahen uns Erwachsene tiefe Kinder­augen an, von denen manche feucht schimmerten. Vater und Mutter tot, tot auch Menschlichkeit und Edelsinn des deutschen ,, Herrenvolkes". Knabenlippen preßten sich trotzig aufeinander: Nicht weinen, nur nicht weinen vor diesen tausend Männern, die uns so düster anstarren!

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Ja, ihr lieben Kinder, das habt ihr alle nicht begriffen, warum wir so bitterernste Mienen machten. Weil wir sel­ber hätten weinen mögen, daß wir das erleben mußten: Kinder als Kazetler.

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Allmählich gewöhnten wir uns auch an diesen Anblick, ja, wir versuchten, mit unseren schwachen Kräften die­sen Kindern zu helfen. Wie oft stahlen sich hungrige Knaben mit flehentlich gefalteten Händchen auf die Blocks der Geistlichen, um von ihnen Brot zu erhalten! Die meisten von ihnen konnten nicht deutsch sprechen, doch ihre dankbar leuchtenden Augen sagten uns genug, wenn wir ihnen einen Anteil aus unseren Lebensmittel­paketen schenkten. Heimatlos, elternlos, schuldlos, sehn­ten sie sich nach einer freundlichen Miene und einer hilfreichen Hand. Seelsorgliche Betreuung war auch für sie seitens der SS strengstens untersagt... So sollten sie auch gottlos werden.

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Soweit es sich nicht um Judenkinder handelte( diese wurden weggebracht, man sagte, daß sie vergast worden seien), hatten sie keine Mißhandlungen, dafür aber um so mehr Hunger und leider auch Mißbrauch durch Ver­führungen zu leiden. Sie wurden im Lager nicht besser,

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