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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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Kein Institut zum Schutze des Rechtes, auch keiner menschlichen oder gar göttlichen Autorität verantwort­lich, unheimliches Racheinstrument einer Partei, die sich brüstet, eine unüberwindliche Macht zu sein, aber dabei angsterfüllt in jedem einen gefährlichen Staatsfeind wit­tert, der, seinen bisherigen Grundsätzen getreu, den neuen In Dachau Gott des Dritten Reiches nicht anbetet. lernte ich zwei greise Pfarrer kennen, Ruheständler, die nur deswegen verhaftet wurden, weil sie in einem Gast­haus bei einem unvermuteten Erscheinen des Reichs­marschalls Göring keine Ehrenbezeigung leisteten. Beide starben 1942 im Lager den Hungertod.

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Am 11. Februar 1941 besuchte ich nachmittags eine befreundete Familie in Steyr und kehrte gegen Abend mit dem Autobus zurück. Währenddessen waren vier Gestapo­beamte nach Kronstorf gekommen, um mich zu verhaften. Da sie mehrere Stunden auf mich warten mußten, benütz­ten sie die Zeit zu einer gründlichen Hausdurchsuchung, bei der meine alte Tante, die mir die Wirtschaft führt, manche Grobheit einstecken mußte. Man erklärte ihr auf die Frage, ob denn alle Geistlichen eingesperrt würden, man brauche deutsche Priester, aber keine Pfaffen mehr. Endlich kam der ungeduldig erwartete Missetäter doch nach Hause. Als ich die Haustür öffnete, stand ein finster blickender Mann im Flur und fragte: ,, Sind Sie der Pfarrer?" ,, Ja, bitte?" ,, Gestapo ! Sie sind ver­haftet!" Dabei zeigte er mir seine Legitimation. Er nahm mir die Aktentasche aus der Hand und be­fahl mir: ,, Kommen Sie mit mir hinauf in die Kanzlei!" Dort bot sich mir ein seltsames Bild. Das Zimmer war von Zigarettenrauch dunkel, in Rauchschwaden gehüllt erwarteten mich höhnisch blickende Männer: Also, da haben wir ihn endlich! Herr Hochwürden, machen Sie sich fertig!" Sie musterten mich mit höhnischen, haẞ­vollen Blicken.

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