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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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Urteil des Gestrengen. In den ersten Jahren war die Situation immer besonders kritisch.

Hier wurde eine Zahnbürste beanstandet, weil sie nicht an der rechten Stelle untergebracht war, dort flog einem eine Schüssel an den Kopf, weil sie zu wenig glänzte, da bekam einer Ohrfeigen, weil sich in einem Becher noch rote Rüben befanden, die sich der Arme zum Abendessen aufgespart hatte.

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der SS mit ihr

In den letzte viele Zebram Armee der K: nicht in Auße Lagerzivil". E zetlern. Soviel

Dann wurde an einem Festtag, auf den wir uns schon lange gefreut hatten, im Lager ,, Generalreinigung ange­sagt. Statt des ersehnten Zusammenseins mit guten Kame­raden hieß es alle Strohsäcke hinaustragen, in den Staub der Lagerstraße legen und dort ,, reinigen", die Decken ausklopfen, die Spinde von den Wänden rücken, die Bö­den waschen, die Klosettanlage und den Waschraum auf ,, Hochglanz" bringen und zumindest in rastloser Unruhe durcheinanderlaufen, damit die kontrollierende SS konsta­

der in Unmen aber alle dies

erst richtig ad fen aus roter Nummer. Die geschnitten un aus dem Lage dann wurde

schiedenfarbig

tieren konnte, daß Bewegung vorhanden sei. Im Lager nöglichst gro

war ja immer sehr viel auf Schein aufgebaut, wie wohl im ganzen Hitlerreich.

Wöchentlich mußten wir uns kahlscheren lassen. Dabei hatte man aber durch mehrere Monate der kalten Jahres­zeit angeordnet, daß wir die Mütze im Lager nicht auf­

gemalt. Die S trationslager" dem wurden

Zebramützen

Alte Filzhüte

setzen dürften, sondern immer in der Hand zu tragen russische, nor

hätten, wenn wir uns im Freien aufhielten, z. B. beim Appell.

Nur beim Marsch zur Arbeitsstätte war es gestattet, eine Kopfbedeckung zu tragen. Dieser Unsinn dauerte glück­licherweise doch nicht allzu lange.

Terfertigte P Mock und jed truck eines meinander:

Dafür begann man, uns eine ganz eigenartige Haar­tracht anzubefehlen. Man schor uns wöchentlich nicht mehr alle Haare ab, sondern machte uns mit der Maschine einen einzigen Schnitt von der Stirne zurück bis in den Nacken. Das übrige Haar mußten wir belassen. Wir nann­ten diesen Schnitt die SS- Straße. Dabei sahen wir dann dem Scheitelpavian sehr ähnlich. Diese Mode wurde aber später nur auf Nichtdeutsche ,, beschränkt", weil die Zivil­

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