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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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durch mehrere und drehbaren innen können? gab es Flucht­

en.

o einen jungen, sehr geschickt swar Zivilisten

Has durch viele

, zu passieren. il die Dachauer Tages ging ein

, ein Täschchen

lände der Plan

Durch einige Monate hindurch, wir hatten dies angeb­lich dem Scharfsinn unseres Lagerältesten Kapp zu ver­danken, mußten wir sogar nach dem Abrücken vom Abend­appell noch lange Zeit vor der Tür unserer Stuben in Reih und Glied stehen bleiben, bis der dicke Lagerälteste ( oder Martin, sein Adjutant) erschien und uns abtreten ließ. Daß hiebei selbst am Priesterblock die Geduld etwas ins Wanken geriet, soll nicht geleugnet werden. Ich denke da an manches kräftige Wort des wegen seiner volks­tümlichen Ausdrucksweise lagerbekannten Tiroler Pfar­rers Siegfried Würl.

Eine sehr unliebe Erinnerung bleiben mir die vielen Leibesvisitationen beim Einrücken, manchmal auch beim Ausrücken. Wenn wir abends hungrig und abgehetzt zum Häftlingen zu, Lager kamen, schrillte plötzlich das Kommando: Alle zu, stahl sich Hände hoch! So durch das Tor marschieren!" chließlich auf dem, der irgend etwas Verdächtiges mit sich trug! So n war der junge nahmen die Nervenproben kein Ende.

men, wußte nie­

-

Wehe

Manchmal begannen die Schikanen schon am frühen Morgen damit, daß wir, weil in der Küche irgendein De­

- schlecht. Schon fekt war, ohne Frühstückkaffee mit leerem und kaltem latz stundenlang Magen zur Arbeit ausrücken mußten, denn niemals ge­Suche nach dem stattete die Lagerleitung eine Verzögerung des Arbeits­Am Appellplats beginnes. Waren wir nach dem Abendappell endlich in

ders in früheren

unserer Stube oder hatten wir einen freien Tag, so machte

e für die müden uns sehr oft unser 30 Zentimeter breiter und 180 Zenti­ftlinge. Wie viele meter hoher Spind, den wir in den letzten Jahren immer Wenn wir doch zwei bis vier gemeinsam innehatten und der unsere hsack wieder für meisten Habseligkeiten barg, sehr viel zu schaffen. Da e Herrlichkeiten mußten wir unser Aluminiumgeschirr spiegelblank putzen, chte uns der Ma Wände säubern, immer wieder reines Papier einlegen und etterhart wie ein Rapportführer oder gar einmal ein Lagerführer persönlich es: Kazefler der SS - Blockführer, der Lagerälteste, der Lagerkapo, der k hinein und be abwechslungsweise der Stubenälteste, der Blockälteste,

mit Glaspapier( so lange die Kantine solches lieferte) die

Eiszapfen verwan

Campf auf!

stets auf eine Spindkontrolle gefaßt sein. Diese nahmen

Tor. Da hieß es: ,, Spinde auf!" und wir zitterten vor dem

6 Arthofer, Konzentrationslager.

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