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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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Am 25. März 1942 kam mein Kamerad Friedrich Karas ( Kirchendirektor zu Mayerling, Wien ) und bat mich: ,, Bitte, sei so gut und höre meine Beichte! Ich bin zum nächsten Invalidentransport geschrieben worden und nehme nun Abschied vom Leben. Ich bin bereit."

Wir zogen uns in einen Winkel des Schlafraumes zu­rück; ich hörte sein letztes Bekenntnis und versuchte dann,

ihm tröstende Worte zu sagen.

Da lächelte er und meinte: ,, Mein lieber Arthofer, du weißt so gut wie ich, was die Einteilung zum Invaliden­transport bedeutet. Ich lege alles vertrauensvoll in Got­tes Hand. Ich danke dir; bete für mich und vergiß mich nicht!"

Keine Träne und kein Wehklagen.

Mit tiefer Er­

Die Lagerkommandantur teilte den Angehörigen des Pfarrers Karas mit, daß zu ihrem Bedauern der Schutz­häftling Friedrich Karas am 28. März 1942 an einem schweren Leiden gestorben sei. schütterung erfuhr ich nach meiner Heimkehr aus Dachau , daß der greise Vater Karas' nach der Ankunft der Urne seines Sohnes in Wien einem Herzschlag er­legen ist und zugleich mit der Asche seines geliebten Sohnes in einem Grabe bestattet wurde.

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Wie ließ doch die Lagerkommandantur mit zwei Meter hohen Buchstaben auf das Dach des Lagergebäudes schreiben? ,, Es gibt einen Weg zur Freiheit. Seine Mei­lensteine heißen: Wahrheitsliebe...!"

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Auf meinem Block sind so manche Kameraden durch die ,, Kunst der SS- Ärzte" zu Krüppeln geworden. Prälat Munda von Kärnten verlor beispielsweise die rechte Hand, der reichsdeutsche Pfarrer Gscheider einen Fuß, der Führer der tschechoslowakischen Katholiken, Senator Monsignore Stasek, ein lieber Arbeitskamerad von mir, das rechte Auge. Sie alle schwebten in damaliger Zeit in der Gefahr, als Krüppel auch noch vergast zu werden. Nietzsche sagt: Mitleid ist Schwäche!

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