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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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In dieser-verhängnisvollen Leidenszeit bin ich dem KommandoPlantage für Arbeit im Freiland zugeteilt. Nur mit Aufbietung aller Willenskraft schleppe ich mich täglich zur Arbeitsstätte außerhalb des Grabens, der Mauer und der elektrisch geladenen Drähte, Da finde ich österreichische Kameraden als Lebensretter. Kaplan Andreas Rieser aus Salzburg , Plantagenschreiber, am Block einfachAnderl genannt, seit 1938 in Dachau , bringt mich in der sogenannten Gewürzmühle unter Dach und zu einer sitzenden Beschäftigung. Der seelengute Kapo der Gewürzmühle, Polizeirat Dr. Böhm aus Wien , jetzt Sicherheitsdirektor des Landes Salzburg , ebenfalls seit 1938 in Haft, ist in der Lage, mir täglich etwas Suppe und eine Handvoll alter, gekochter Kartoffeln als Zubuße zuzustecken, die ich, im Fabriksklosett ver- borgen, rasch und samt der Schale hinunterschlinge, damit ich nicht den Neid der Kameraden erwecke; und so bleibe ich doch noch samt meinem Ödem, das nicht weichen will, in meinem Elend stabil, während täglich Kameraden dahinsterben.

Sie essen im Freiland draußen rohe Wurzeln und Kräu- ter, bekommen dadurch auch noch den Durchfall, und das gibt ihnen den Rest. Brotzeit hatten sie ja damals auch noch keine.

Inwenigen Monaten wären wir alle miteinander sicher- lich gestorben, wenn nieht im Spätherbst 1942 die lang- ersehnte Paketerlaubnis für das Konzentrationslager Dachau von Berlin gekommen wäre.

Wie wir hörten, war diese durch lange Zeit von Lager- führer Hofmann, demHenker von Dachau , aus Sadis- mus unterschlagen worden. Er suchte auch, nach der schließlichen Verlautbarung der Erlaubnis, anfänglich die Erleichterung soviel als möglich zu drosseln, indem

er eigenmächtig für jeden Kazetler nur ein einziges Paket im Monat festsetzte, Aber gottlob wurde ihm kurze Zeit darauf die Macht aus der Hand geschlagen und er ver- schwand für immer aus Dachau .

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