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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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beschränkten Mengen. Doch waren wir unendlich froh um solche Zubußen. Ende 1941 war auch diese Herrlich­keit zu Ende.

In den letzten Jahren gab es nur mehr rote Rüben, manchmal noch Miesmuscheln und etwas Gemüse. Jeder verschlang davon so viel als möglich, viele wurden krank davon. Besonders der Durchfall begann beinahe epi­demisch aufzutreten. Gegen Ende aber war die Kantine sozusagen bankerott. Manchmal noch eine Suppe, alkohol­freies Bier", Mineralwasser, das war fast alles. Dazu bekam man Rauchwaren, Zigaretten billigster auslän­discher Qualität, russische Machorka, schließlich auch das nicht mehr. Sicherheitsnadeln, Hosenknöpfe, Zahnpasta, Schuhcreme, Klosettpapier, Seife und andere notwen­digste Kleinigkeiten waren nicht mehr vorhanden. Da es uns erlaubt war, den ,, Völkischen Beobachter" zu abonnie­ren( früher auch andere Parteiblätter), bezog ich in den letzten Monaten täglich zwei ,, Völkische", um wenigstens genug Gebrauchspapier zu haben. Der Kantinenkapo, ein ehemaliger Luftpilot, war ein guter Kamerad von mir. Er sagte mir manchesmal, wenn ich ihn bat, mir ganz primitive Dinge zu verschaffen: ,, Mein lieber Freund, sehr gerne, aber wir sind einfach fertig!" Übrigens hat ten die meisten Kazetler ohnehin kein Geld, sich irgend

etwas zu kaufen.

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Hautwassersucht oder Hungerödem war in den meisten Fällen in den Kazets das sicherste Zeichen völliger Ent­kräftung und beginnender Herzschwäche. Stark an­geschwollene Füße, ein aufgedunsenes Gesicht, unstill­barer Durst, Phlegmone, Apathie waren das Signal, daß wieder ein kräftiges Menschenleben, durch das heim­tückische Aushungerungssystem Heinrich Himmlers ge­brochen, dem Ende zugehe.

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