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Als Priester im Konzentrationslager : meine Erlebnisse in Dachau / Pfarrer Leopold Arthofer
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und waren gern

lichkeiten, Pasto etwa 10 Dekagramm Schwarzbrot und einer Auflage: entweder ein Stückchen Wurst oder Margarine. Diese gegen das Neu t in unserer Mitte, Brotzeit" betrachteten wir als die Hauptmahlzeit des Tages. ren zu Dachau i

Mittags erhielten wir einen, Schlag"( Schöpflöffel) Suppe und einige Monate im Jahr auch pro Mann zirka fünf ungeschälte Kartoffeln als Beilage. Die Suppe war fast immer Kartoffel-, Kraut-, Möhren- oder Rübenbrühe ohne Fett. Manchmal gab es Bohnen- oder Erbsensuppe, für uns herrliche Leckergerichte. An Sonntagen Nudel­ern nicht die Ab oder Graupensuppe, gekochte Hirse oder Grütze. Da räftig zu erhalte lagen auch einige haselnuẞgroße Rind- oder Pferde­ht frei!" am Eiser fleischstücke drinnen. Bis abends waren wir dann ge­einen Sinn gehab sättigt".

er Verpflegung al Der Abend bescherte uns dreimal wöchentlich densel­den Fleiß dure ben ,, Kaffee" wie der Morgen mit einem ein Zentimeter Die SS aber( wi dicken Stückchen Wurst oder Margarine ohne Brot, vier­ine"), die Begrü mal in der Woche wieder eine leere Suppe. Am häufig­aller Konzentr sten begrüßte uns bei unserer Heimkehr am Abend die

größten Blutme sogenannte ,, Bengasi- Suppe", eine Grützebrühe, garantiert

Himmler.

fettfrei. Als ich diesen seltsamen Namen öfters gehört

noch einmal hein hatte, bat ich einmal einen sachverständigen Kollegen Worte konnte jed körnchen sind in dieser Dachauer Spezialsuppe von­t geht durch de um seine Erklärung. Sehr einfach: Die einzelnen Grütze­egung auch in d einander so weit entfernt wie Sollum und Bengasi.

nimum.

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Im Lager gab es eine eigene Kantinenbaracke gleich

ot aus vermischte neben dem Appellplatz. In dieser konnten sich früher o Tag 25, selten einmal die Häftlinge, welche über eigenes Geld verfüg­ot gab es höchste ten( mit Ausnahme der Strafkompanie), Lebensmittel

dnung. Schöpfer voll u

aller Art kaufen.

Davon erzählten uns die Veteranen, die schon seit 1938

it Andeutung ein in Dachau waren. In den Sommermonaten 1941 erhielten

anken es gern, we wärmte.

gewöhnlich vorm

wir auch noch mancherlei Eßbares zu kaufen. Kunsthonig, Marke ,, Karo", in Blechdosen, Heringe, einigemal Sprot­ten, Miesmuscheltiere( auf die ich jedesmal erbrechen

einer Schnitte wußte), rote Rüben, Sauerkraut, Gurken, Salat, ausnahms­

weise kleine Früchtebrote, meist aber alles nur in sehr

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