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Der Raum war also kahl und nüchtern, aber in den ersten Jahren immer peinlich sauber geputzt, denn die SS sah mit größter Strenge darauf, daß kein Stäubchen zu finden sei.
So durften wir zum Beispiel in den ersten Jahren niemals mit den Schuhen die Stube betreten, sondern mußten sie immer, auch im strengsten Winter, im Vorraum ausziehen und in der Hand tragen, wenn wir den täglich oftmals gereinigten und wöchentlich mehrmals mit Bodenwachs eingelassenen Fußboden der Stube beschritten. Wenn sich dabei viele ohne Socken verkühlten, so spielte das keine Rolle. Wir sagten oft zueinander:„ Der Fußboden und die schön gebauten Betten sind das höchste Heiligtum der SS in Dachau ." Wehe, wenn es hier fehlte! Da setzte es Ohrfeigen und Lagerstrafen ab. Alle Putzmittel mußten wir uns in der Lagerkantine selber kaufen.
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Der Schlafraum war so groß wie die Stube und hatte drei Reihen Betten übereinander, die so gestellt waren, daß eben jeder mit mehr oder weniger Schwierigkeiten seinen geliebten Strohsack erreichen konnte. In den ersten Jahren hatte jeder noch einen Strohsack allein für sich, auch ein Leintuch, Deckenüberzug und Überzug für das Strohkissen. In den letzten Jahren aber gab es keine Bettwäsche mehr, wir hatten nur mehr den Strohsack und jeder zwei bis drei Decken dazu. Außerdem mußten wir zwei bis drei Mann auf einem Strohsack liegen und konnten uns buchstäblich nicht mehr umdrehen. In den Monaten vor meiner Entlassung teilte ich den Strohsack mit einem siebzigjährigen Franziskanerpater aus Mailand und einem französischen Geistlichen.
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Im Waschraum gab es zwei Fontänen mit mehreren Hähnen und einige Wasserausläufe an den Wänden. Es war strenger Befehl, sich, auch im Winter, mit entblößtem Oberkörper zu waschen.
Wöchentlich einmal wurden wir blockweise zur Generalreinigung in das große Lagerbad geführt. Dort muß
3 Arthofer, Konzentrationslager.
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