-
Eine unsagbare Grausamkeit hatte sich zu Anfang im Konzentrationslager Dachau zu einer Sportart ausgebildet. An einem Auto wurde ein Strick als eine Art Schleppseil festgemacht, und an das Ende desselben ein Häftling angebunden. Der Wagen wurde auf den ersten Gang geschaltet. Mit keuchenden Lungen mußte der angeseilte Häftling mitlaufen. Beim zweiten Gang jedoch war ihm dies unmöglich, er stolperte, schlug lang auf den Erdboden und wurde geschleift! Die Peiniger, Fahrer und Zuschauer johlten. Der Körper des Bedauernswerten wurde hin- und hergeschleudert, schlug auf Steine und Schotter auf, so daß er bald aus vielen Wunden blutete. Erbarmungslos raste der Wagen weiter. Staub und Straßendreck mengte sich mit dem Blut. Hingen zunächst Fetzen der Haut am Körper, so war nach wenigen hundert Metern das rohe Fleisch vom Körper gelöst und herausgerissen. Stand das Auto, war der Körper zu einer unkenntlichen Masse geworden. Diese grausige Prozedur wurde von jenen Teufeln mit der lakonischen Bemerkung abgetan: ,, Wir machen Fleischbrühe!"
Trotz der Geheimhaltung dieser Grausamkeiten und Quälereien war nach und nach doch manches in die Bevölkerung durchgesickert, so daß durch Furcht vor diesen Maßnahmen die Unfreiheit sich im Nazi- Deutschland immer enger um die Kehle schnürte, das Zerbrechen dieser furchtbaren Schablonen von Jahr zu Jahr schwerer wurde. Alles gehorchte jenen gesetzlichen Maßnahmen gegen die Freiheit, auch wenn sich alles innerlich dagegen aufbäumte. Das Volk wirkte also mit, selbst wenn es dagegen wirken wollte. Zwischen Familien und Blutsverwandten, zwischen
66
Lehre
zwisch
auf. H
gen. die F
Zwar gange
Zuku
sie si
graue nach
Mag
nahm
er zu
wurde ten z
Bei
es nu
müßt
Ers
Nein
Die
des J
müßt
lassun
unters
Deuts
Die
zester
5*


