wuschen sich. nicht und ihre natürlichen Bedürfnisse erledigten sie, ähnlich wie die ganze SK, auf dem Hofe, der mit einer Mauer’ um- geben war. SR= Die monatliche Zuteilung an Arzneien, welche später Dr. Krause .. zur. Verfügung hatte,"bestand aus etwa fünfzehn Papierbandagen, hundert Gramm”Wäatte, Gaze und Zellstoff sowie aus einigen kleinen - Gefäßen mit Salbe, wie zum Beispiel Ichthiol und Zinksalbe gegen Krätze und ähnliche Krankheiten. Dazu kamen noch einige Gramm Pulver, wie Aspirin, Tanalbin, Kohle usw. Mit diesen Vorräten mußte man natürlich den ganzen Monat haushalten. Unter solchen Umständen konnte man den Kranken‘auch nicht die geringste ärzt- liche Hilfe bringen. Dr. Krauses und Bogdans ganze Arbeit bestand darin, die Leichen aus den Kojen zu tragen- und ihnen die Nummer auf die ‚Brust zu schreiben. „Die tägliche Anzahl an Toten betrug __. auch achtzig bis hundert Personen. Da man jedoch die-Kranken aller Auschwitzer Lager auf Block 7 brachte, konnte man täglich hundertfünfzig bis zweihundert Häftlinge als„Neuzugang“ buchen. Wie ich im vorhergehenden Kapitel schen erwähnte, waren alle eingelieferten Kranken meistens zur Vergasung bestimmt. Die da- mälige Aufnahmefähigkeit der provisorischen Gaskammer im Bir-° kenwäldchen und die des Krematoriums, wo man die Leichen der _ Vergasten verbrannte, betrug’ bis zu fünfhundert Menschenkörper wöchentlich. Soviele Kranke wurden auch immer von unserem - Block„abgefahren". Nach jeder„Auswahl" blieben. aber immer ‘noch über tausend Kandidaten zurück, welche, der Reihe nach den Tod’erwarteten.: Ihre Anzahl erhöhte sich täglich infolge der neuen Zugänge. So ging das nun Woche für Woche. x Das, was ich auf Block 7 sah, übertraf alles, was ich überhaupt ‚bisher im Lager gesehen hatte. Sobald die Schlafkojen besetzt waren, legte man’ die Neuzugänge auf den Lehmboden des Korri- dors. Nachdem auch diese Plätze ausgenützt- waren, lagen die Neuen ‚Tag und Nacht auf dem Hofe, unbedeckt und meistens auch‘ohne Kleidung. Grundsätzlich nahm man jedem Durchfallkranken, der nur einmal seinen Platz verunreinigte, die Hosen"weg. Bewußtlose phantasierten— Sterbende stöhnten— die Luft war voll-von ekel- erregendem Gestank des Durchfalls und des Eiters, den-die unbe- deckten furchtbaren Phlegmonen und. Nekrosen- ausschieden. Die -Knochenbrandwunden der Leidenden waren besonders furchtbar an- zusehen. Sölch eine-Wunde nahm zunächst grünliche Farbe an. Nach einigen Tagen bildete sich ein schwarzer Rand und aus dem Eiter- herd krochen kleine, weißgelbe Würmer heraus.. Sie vermehrten ‘sich unheimlich schnell und bedeckten bald den ganzen Körper des Kranken, der in diesem Stadium der Krankheit sein Bewußtsein schon längst verloren hatte.°.,.
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