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Mützen ab ... : eine Reportage aus der Strafkompanie des KZ. Auschwitz / Zenon Rozanski
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führer Moll- erinnerte sich auch daran, daß er eine Pistole besaß. Er begann zu schießen, worauf die übrigen Posten von ihren Stand­plätzen aus ein MG- Feuer eröffneten.

Die Kugeln pfiffen um die Ohren der Fliehenden. Ein Getroffener begann verzweifelnd zu schreien, aber Kapo Karls hysterisches Ge­brüll übertönte noch den ganzen Lärm.

Es kam der Befehl Hinlegen!". Dann hörte man Kommando­führer Molls kreischende Stimme:

Für jedes Kopfheben eine Kugel! Alle haben mit der Schnauze auf der Erde zu liegen!"

Die Schießerei dauerte noch ungefähr eine Viertelstunde, obwohl man schon längst Herr der Lage war. Den größten Krach machten dabei die SS - Männer, welche zuerst die Gewehre weggeworfen und zu fliehen begonnen hatten. Endlich fehlte es an Munition, denn es trat eine Stille ein. Kurz darauf ein neuer Befehl Molls:

,, Kapos und Vorarbeiter und die Inhaber von grünen Winkeln antreten!"

Es versammelten sich ungefähr vierzig Männer.

,, Ihr helft mir beim Antreten der Kompanie und bei der Zäh­lung. Ihr habt das Recht, jeden zu töten, bei dem ihr irgendein ge­fährliches Vorhaben feststellen werdet. Schnell!"

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Mit barbarischem Gebrüll gingen Molls Gehilfen" ans Werk. Man stellte uns in Hundertschaften auf, und nachdem wir gezählt worden waren, hieß es wieder: Hinlegen!" Eine jede Hundertschaft. wurde sofort von einer Abteilung SS - Männer und Trägern von grü­nen Winkeln umstellt. Jeder Versuch, den Kopf zu erheben, endete mit dem Tode. In den nächsten zehn bis zwanzig Minuten verloren etwa fünfzehn Häftlinge das Leben für zu neugierige Blicke oder zu offensichtliche Bewegungen.

In einem Augenblick, da Moll mit entsicherter Pistole an einer Gruppe liegender Häftlinge vorbeiging, versuchte einer, der an Durchfall litt, sich zu erheben und um die Erlaubnis zu bitten, aus­treten zu dürfen. Moll ließ sich durch den Häftling nicht lange auf­halten. Er setzte ihm die Pistole an den Kopf und drückte ab. Auf die Nebenliegenden spritzte Blut und Gehirn aus dem zerschossenen Schädel. Nach einer halben Stunde war die Zählung beendet und man stellte fest. daß zwanzig Häftlinge fehlten. Außerdem lägen am Ende der Kolonne noch zwei Häftlinge, die man beim Überschreiten des Walles ergriffen hatte. Beide waren bis zur Bewußtlosigkeit ge­prügelt worden; man hatte sie nur deshalb nicht getötet, weil man sie noch zum Verhör brauchte.

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5 Mütze ab

SS- Oberscharführer Moll hielt eine kurze, aber kernige" Rede, woraus hervorging, daß wir alle dumme Hunde wären, daß wir uns täuschten, wenn wir der Ansicht wären, diese Flucht hätte uns

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