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Mützen ab ... : eine Reportage aus der Strafkompanie des KZ. Auschwitz / Zenon Rozanski
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Man führte uns alle in den ,, Waschraum": Ein Betonfußboden, nasse Wände und ein auf Anordnung der SS ständig geöffnetes Fenster.

Ausziehen!

Die Häftlingsfriseure schneiden die Haare: Auf dem Kopfe, in den Achselhöhlen und am Unterleib. Die stumpfe Haarschneide­maschine reißt, aber das stört niemanden. Wenn nur die Haare schon weg wären!

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Nach dem Haarschneiden ein Bad. Aus zwei Duschen strömt eiskaltes Wasser. Von Seife ist keine Spur.

Mit klappernden Zähnen müssen wir uns in die Ecke stellen und warten. Schließlich führt uns der Häftlingspfleger in den Saal Nr. 7. Hier heißt es nochmals warten! Die nassen Leiber dampfen vor Kälte. Die Fenster sind stets offen. Bei jedem Öffnen der Tür bläst ein eisiger Wind durch den Raum. Die Gruppe der nackten, zit­ternden Häftlinge drängt sich zusammen. Vielleicht kann man sich gegenseitig erwärmen...

Einer der Kranken, der Durchfall hat, steht an die Wand gelehnt und wird blaẞ. Er drückt krampfhaft seine Beine zusammen, die nur noch sehnigen Stelzen ähneln und mit gelber, zerknitterter Haut überzogen sind. An der Stelle, wo die Hinterteile sein sollen, zwei hervorstehende Knochen, welche des Fleisches gänzlich beraubt sind, und gleich darunter ein furchtbares Loch...

Es fließt ihm die Beine herunter. Die Ausscheidung stinkt beson­ders ekelhaft

Der Häftlingspfleger bringt ihm von irgendwo einen Schemel. Er wischt ihn sorgfältig mit Zellstoff ab und setzt ihn hin. Eine Weile später fließt es den Schemel hinunter.

In der zusammengedrängten Gruppe an der Wand gibt es noch ein paar solcher. Die Luft ist nicht zum Aushalten.

Dicht neben mir steht ein Häftling mit einer starken Phlegmone am rechten Fuß. Aus der fünfzehn Zentimeter großen Wunde fließt ein gelber stinkender Eiter. Es wird mir übel..

Ein Typhuskranker beginnt zu phantasieren. Er schreit andau­ernd, indem er nach der Tür schaut: ,, Mama! Mama! Mama!"

Die Häftlingspfleger, die mit Zellstoff in der Hand zwischen uns hin und her laufen, versuchen ihn zu beruhigen. Der Phantasierende wehrt sich. Er stößt zwei andere Kranke. Die fallen zu Boden und schreien furchtbar.

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In kurzen Zeitabständen kommt ein neuer Transport" Frisch­gebadeter. Wir sind schon ungefähr fünfzig Mann zusammen. Einige von ihnen liegen schon auf dem Fußboden und stöhnen leise. Das dauert ungefähr eine Stunde.

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