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Mützen ab ... : eine Reportage aus der Strafkompanie des KZ. Auschwitz / Zenon Rozanski
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bonze, der sich aktiv gegen Hitler in der Untergrundbewegung be­tätigt habe, nachdem er die wahren Werte" der NS- Idee kennen­gelernt hatte. Andere wollten in ihm einen nahen Vetter des ehe­maligen Reichskanzlers wissen, und wieder andere wußten aus ganz ,, sicherer Quelle", daß Teo noch vor kurzer Zeit die Uniform eines hohen Wehrmachtsoffiziers getragen habe.

Wessen Behauptungen' nun richtig waren, wußte ich nicht. Es blieb jedoch Tatsache, daß Teo vom ersten Tage an im Lager eine Sonderbehandlung genoß. Er brauchte seinen Kopf nicht scheren zu lassen, das Essen erhielt er aus der SS- Küche, und man konnte auf Schritt und Tritt feststellen, daß die SS - Männer betreffs seiner Per­son eine Sonderinstruktion hatten. Das Aussehen Teos stand in völligem Gegensatz zu dem Äußeren der anderen Kapos. Eine hohe Gestalt mit intelligentem Gesichtsausdruck, einer klugen, hohen Stirn und ruhigen dunklen Augen.

Nach dem üblichen Antreten zur Arbeit stellte er sich an die Spitze der SK, und wir marschierten wie gewöhnlich zur Kiesgrube. Dort angekommen, gab Teo nach der Arbeitseinteilung seine erste Anordnung: Alle Knüppel der Kapos und Vorarbeiter müssen in der Bude abgegeben werden.

Der anwesende Kommandoführer traute seinen Augen nicht. ,, Was soll das bedeuten?"

Teo nahm die Mütze ab und sagte:

,, Ein Stock ist zum Stützen da, Kommandoführer. Unsere Funk­tionshäftlinge sehen ganz gesund aus."

Dem SS- Mann blieb die Spucke weg. Eine Weile schaute er auf­Teo wie auf einen Irrsinnigen, endlich platzte er heraus:

,, Und womit sollen sie schlagen?"

,, Sie werden eben nicht schlagen. Das Schlagen setzt die Arbeits­leistung herab und ich habe den Befehl des Arbeitsdienstführers, die Leistung zu steigern."

,, Du bist wohl verrückt?! Diese Bande wird ohne Schläge über­haupt nicht arbeiten."

,, Das wird sich in der Zukunft herausstellen." Teo warf einen Blick auf die Reihen der SK und zwinkerte mit einem Auge.

,, Darf ich die Leute schon zur Arbeit schicken?"

Der SS- Mann wurde rot vor Wut.

,, Blödsinn!" brüllte er. ,, Die Kapos müssen Knüppel haben. Hier befehle ich!"

Teq schlug die Hacken zusammen:

,, Sie überwachen uns, Kommandoführer. Ihre Aufgabe ist's, die Posten zu stellen und dafür zu sorgen, daß niemand flüchtet; ich wieder kümmere mich um die Arbeitseinteilung und kontrolliere ihre Ausführung." Er sagte es ruhig, aber, in entschiedenem Tone.

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