t der
aß er
d der
en zu
WeihKind!
olchen - liebe Opfer! nzeln:
er Ge
keiten t dem jetzt.) r eine
n vor
- SO lich in
at:
tchen, müssen, hon so riester, rechen Weih
Und
r zum
bettelt.
lle ein konnte chtsfest
nachtsm klei
cht beStzliche er eine
". Die
Geschichte selbst aber war ergreifend. Er berichtete von ihrem ,, Weihnachtsfest in den Kasematten des Kz. Maria- Theresienstadt". Mehrere Priester waren dort als Gefangene zusammen mit tschechischer Intelligenz und anderen Leuten. Da beschloß man nun, in der Weihnachtsnacht ein feierliches Amt zu halten. Das sagte sich leicht, aber man bedenke: nichts, aber auch garnichts war vorhanden, um eine Messe zu feiern; nicht Kelch, nicht Gewand, nicht Altartuch, nicht Kreuz, nicht Hostie, nicht Wein, garnichts. Und mit Zähigkeit und gegen alle Widerstände und alle Aufsicht hat man sich alles nach und nach beschafft. Ein Wasserglas war der Kelch, ein Blechstück von einer Konservendose die Patene. Mühselig hat man sich aus Taschentüchern Kelchtüchlein bereitet. Als Meßgewänder dienten alte Kaftane von polnischen Juden. Wein und Hostie hatte man bei der Arbeit draußen unter Lebensgefahr sich zu beschaffen gewußt. Aber man hatte ja auch kein Meßbuch. Alle Priester taten sich zusammen und langsam haben sie aus dem Gedächtnis die Meẞgebete rekonstruiert; die feststehenden Teile gingen ja leichter, aber die wechselnden Teile mögen vielleicht nicht in jedem Wort übereingestimmt haben. Auch Kerzen beschaffte man. Und nun war es ein ganz armes, ganz schönes Weihnachtsfest. Mitten in der Nacht, als man zwischen zwei Kontrollgängen sich vor der Überraschung sicher glaubte, sang man ein Hochamt. Man sang es allerdings nur mit leiser Stimme, die nicht über die Türe hinausdringen durfte. Gläubige und Ungläubige nahmen daran teil, denn es war eine Gemeinschaftszelle, ein Redakteur einer Zeitung ebenso wie arme Arbeiter. Und wie uns Waclav berichtet, mit welcher Andacht und Freude sie nach Monaten der Entbehrung den Heiland empfangen haben, da haben wir sein Kauderwelsch längst vergessen und sind ergriffen von diesem Bild: die heilige Messe in der Weihnachtsnacht in den Kasematten des berüchtigten Kz. Maria
133


