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Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
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durchgeführt wurden. Priester nahm man eine zeit- lang mit Vorliebe zu den Malaria- Versuchen. Es wurde ihnen künstlich eine Malaria eingeimpft und sie dann versuchsmäßig so oder so behandelt. Priester mußten sich monatlich zur Fütterung infizierter Tsetse-Fliegen stellen, d.h., ihren Arm in die Be- hälter stecken und sich von diesen Fliegen stechen und das Blut abzapfen lassen. Mancher ist deswegen zugrunde gegangen. Mancher hat für sein Leben lang die Folgen der Infizierung zu tragen, da die Malaria -Anfälle periodisch wiederkehren.

Eine zweite Art von Versuchen waren Phlegmon - Impfungen. Phlegmone wurden auf alle möglichen Körperteile, z. B. Magen oder andere, künstlich über- tragen und wiederum Beobachtungen und Versuche an lebenden Menschen angestellt.

Eine dritte und böseste Art waren die Versuche für die Luftwaffe, die beispielsweise darin be- standen, daß Gefangene in natürlichem oder künst- lichem Fieber plötzlich in eiskaltes Wasser geworfen wurden, daß. sie hohen Druck oder Temperatur- unterschied ertragen mußten und ähnliches. Wurden sie dabei ohnmächtig, so wurden oft mit den haar- sträubendsten Mitteln Wiederbelebungsversuche ge- macht, die sich einer Schilderungdurch die Feder entziehen. Zu all diesem wurden die Gefangenen ge- zwungen.

Zur Krankheit gesellte sich auch der Hunger! Dieser traf den Priester-Block allerdings nur zu Zeiten. Als für das Lager Paket-Erlaubnis gegeben wurde, war die Hunger-Gefahr für die Deutschen und die deutschen Priester vorüber. Auch An- gehörige besetzter Länder konnten zu Zeiten Pakete erhalten.

Den Priestern wurde reichlich geschickt, sodaß sich Kommunisten die sich auch im Lager an der Klerisei ständig rieben und umgekehrt zu der Bemerkung veranlaßt sahen:Man kann von den

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