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Nacht für Nacht sieben-, ja neunmal hinaus mußte; die Leute auf dem wie es 1942 vorkam Appellplatz nicht mehr Herr ihrer Gedärme waren und dann mit Fieber einfach in dem Waschraum mit Schrubber und Bürste behandelt wurden; erst recht aber, wenn sie, wie es beispielsweise auf Block 30 geschah, sich selbst überlassen blieben und buchstäblich im eigenen Schmutz verkamen.
Ein Benediktiner - Abt starb buchstäblich auf dem Klo sitzend, wohin ihn die Mitbrüder gebracht hatEinen Jesuitenpater sah ich dort auch im erbärmlichsten Zustand. Wenige Stunden später war er tot. Auf Block 30 war es so, daß sie überhaupt keine Matratzen mehr hatten und auf dem rohen Holz liegend dem Tode entgegenröchelten; und das dort zu Hunderten.
Neben dem Durchfall, der Hungerruhr oder dem Bauchtyphus waren die Phlegmone eine häufige Krankheit: fressende Geschwüre, zum Teil bösartig wuchernd, zum Teil lokal beschränkt, die aber monate- und jahrelang nicht zum Heilen gebracht werden konnten. Viele Häftlinge, darunter auch Priester, hatten Arm oder Bein verloren um solcher Phlegmone willen, so ein slowenischer Prälat M., dessen rechter Arm amputiert werden mußte, weil er nicht ins Revier zugelassen wurde; oder der Priester Sch., dessen Bein verloren ging, wegen der groben Nachlässigkeit des behandelnden SS- Arztes. Beim Bad sah man manchmal Russen, deren Körper über und über bedeckt waren mit den dunkelbraunen, großen Narben solcher Geschwüre. Viele starben auch daran. P. Fischer laborierte über ein Jahr, ich selber monatelang an solchen fressenden Geschwüren.
Hier wäre anzufügen, daß die Krankheiten noch vermehrt wurden durch die Versuchsstationen an lebenden Menschen, ein dunkles Kapitel der Kz's und Dachaus. In Dachau waren es besonders drei Arten von Versuchen, die an Gefangenen
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