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Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
Entstehung
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ihm damals schon gesagt: Ich mach's nicht mehr lange!" Der starke, hochgewachsene Mann hat die Hungerperiode nicht überstanden. Noch im Mai hatte er den Priestern die Mai- Predigten gehalten im Sinne seiner Schönstatt- Sendung. Nicht viel später kam er ins Revier und starb dort wirklich einen elenden Tod.

wegen der Hungerruhr im Bette lag, roh aus

Der Priester- Kapo meines Gärtner- Kommandos, der damals Pfleger im Revier war, berichtete mir als Augenzeuge folgendes: Man habe P. Eise noch an seinem Todestage, als er seiner nicht mehr mächtig dem Bett gerissen, in den Waschraum gebracht und dort den völlig Entblößten mit Schrubbern bearbeitet und wieder ins Bett geschafft.

P. Fischer, zu der Zeit selbst ruhrkrank im Revier, hatte sich das heilige Öl beschafft, schlich sich eine Decke umgeschlagen in die Stube, wo P. Eise lag, und unter dem Vorwand, ihm ein Glas Wasser zu bringen, spendete er ihm mit einem Kreuzzeichen die hl. Ölung.

Eine Kapelle auf dem Priesterblock. Dies war gegen Ende des Jahres 1942. Bereits etwas früher wurde auch den Priestern gestattet, auf ihrem Block eine Kapelle zu haben. Die erste Stube ward zum Kapellenraum freigegeben. Alles darin, Altar mit Tabernakel, Leuchter, der Mutter- Gottes- Altar, der Ankleidetisch, war von Häftlingen selbst her­gestellt und im Laufe der Jahre war es, wenn auch ärmlich, so doch sauber, ja, sogar mit einer künst­lerischen Feinheit ausgestattet worden. Waren auch die Engel auf dem Tabernakel aus Konservenbüchsen­blech ausgeschnitten, so waren sie doch sehr modern und schön. Die Symbole vor dem Altar waren zwar nur aus Pappdeckel, aber sehr sakral und fein ent­worfen je nach der Zeit des Kirchenjahres wech­selnd. Eine Statue der Gottesmutter war uns von auswärts geschenkt und auch gestattet worden. Die

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