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Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
Entstehung
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war der Abschied von meinem Engel". Dann saß ich in der Abgangszelle.

Wieder war eine Episode für mich vorbei. Was würde kommen? Immerhin sah man, trotzdem man sich alle möglichen Vorteile aufzählte, dem berüchtigten Dachau mit gemischten Gefühlen entgegen. Noch tags zuvor hatte ich eine kleine Szene erlebt, die einer gewissen Komik nicht entbehrte, wiewohl sie nicht geradezu ermutigend war. Wir hatten als Kalfaktor oder Flurarbeiter einen ulkigen Landstreicher, der den putzigen Spitznamen Professor" trug. Dieser war seinerzeit einen Monat in Dachau gewesen. An diesem Abend half ich draußen etwas bei der Arbeit. Wachtmeister Schl. wollte mich offensichtlich etwas zerstreuen, und nun gab mir der Professor" bei dieser Arbeit folgenden ermunterungsvollen Ausblick: ,, Ich will Ihnen lieber nix sagen von Dachau , es ist besser. Es kann ja auch schon jetzt besser sein wie früher, aber na, ich will lieber nix sagen. Eins rat' ich Ihnen aber: bei dem Aussteigen aus der Bahn nur nicht der Letzte, sonst haben Sie gleich den Stiefel in dem... und das sage ich Ihnen, nur nicht der Letzte beim Ausziehen, wenn es ins Bad geht, sonst hast wieder einen Stiefel im.. aber ich will lieber nix sagen. Und nur nicht der Letzte beim Anziehen, aber ich will lieber nix sagen, ich war ja bloẞ vier Wochen dort. Aber monatelang nachher hat mir der Druck und die Angst noch hier um den Magen gesessen. Aber ich will lieber nix sagen." Aus der hartnäckigen Wiederholung des ,, ich will lieber nix sagen!" sprach ja keine große Ermutigung für mich.

....

Endlich wurde ich abgeholt und zur grünen Minna gebracht. Sie war vollgepfropft. Die Gerichtswacht­meister verabschiedeten sich aufs allerhöflichste, so­gar der Inspektor sagte mir: ,, Halten Sie durch, Herr Poieß, vielleicht dauert es nicht mehr allzulange". Dieser Abschied machte den Polizeiwachtmeister,

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Poieß, Gefangener der Gestapo

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