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Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
Entstehung
Seite
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Begründung, ich sei Sanitäter. Er hängte mir einen Verbandskasten um und nahm mich mit in den Luftschutzkeller, und nach einigem Zögern nahmen die Wachtmeister dies als eine vollzogene Tatsache an. Fritz sorgte in der Folgezeit immer dafür, daß ich ausgeschlossen wurde aus meiner Zelle, und mit meinem Tarn- Verbandskasten thronte ich dann in dem immerhin unter der Erde liegenden gesicherten Sanitätskeller. Das gab wenigstens eine Beruhigung bei den immer noch häufigen Alarmen, obwohl sich die Groẞangriffe in der Folgezeit nicht wiederholten. Alles wäre gut gewesen, wenn, ja wenn nicht eben der Nazi- Wachtmeister M. gewesen wäre.

Nach etwa drei Wochen gelockerter Arbeit entdeckte dieser hämische Mensch auf einmal, daß ich als Gestapo - Gefangener garnicht ausgeschlossen werden dürfe, und er brachte diese Entdeckung sofort zum ersten Hauptwachtmeister. Nun war dieser natürlich gezwungen einzugreifen, und M. hatte ihm offen­sichtlich die Hölle so heiß gemacht, daß er gleich ganz gründlich verfuhr. Er versetzte mich in den dritten Stock in die Nähe des Glaskastens, sodaẞ also meine Zelle und Zellentür immer unter den Augen des ersten Wachtmeisters lag. Als ich in meiner neuen Zelle saß, überkam mich ein Gefühl großer Trostlosigkeit. Zum soundsovielten Male also wieder eine Trennung von allem. Hier würde es Fritz unmöglich sein, auch nur ein Wörtchen durch die Tür zu flüstern. Hier konnte es mein ,, Engel " kaum mehr wagen, mir ein Butterbrot zu­zuschmuggeln oder die anderen wichtigen Geschäfte mit mir zu tätigen, ich war abgeschlossen von allem. Aber am folgenden Morgen schon vor dem Auf­schluß knirschte der Schlüssel im Schloß und mein Engel", der Unentwegte, kommt mit den Butterbroten. Angst genug und Herzklopfen bis zum Halse habe ich freilich ausgestanden, und auch er war sich der Gefährlichkeit dieser Lage wohl be­

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