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kam nach Darmstadt und wurde dort zur Arbeit in der Kiesgrube eingesetzt; P. Karl Friedrich und P. Gerharz wurden in das SS- Sonderlager Hinzert bei Trier überstellt. Hier muß man sich das RechtsKuriosum vor Augen halten, daß P. Gerharz und P. Wimmer nicht wegen eigener, vorgeworfener Verfehlung verhaftet waren, sondern um gegen Pater Provinzial zu zeugen unter dem zeugen Druck monatelanger bösartiger Haft; da sie nichts gegen P. Provinzial ausgesagt hatten, wurde folgendes klassische Urteil gegen sie gefällt:„ Ihr Schicksal heißt Schulte. Wer für einen Mann wie Schulte eintritt, muß auch sein Schicksal teilen". Aber auch gegen P. Provinzial brachte man trotz eines achttägigen Verhörs von morgens bis abends nichts zusammen, um eine Anklage auch nur versuchen zu können. Das war Rechtsprechung des Dritten Reiches . P. Wimmer kam in ein fürchterliches Massenquartier in der ehemaligen Judensynagoge. In Dachau erst sollte ich meine Mitbrüder wiedersehen und war wahrhaft erschrocken, als ich die lebenden Gerippe, die abgezehrten Elendsgestalten zum erstenmal sah.
Unser Haus, die UHA, war wirklich das einzige Gebäude weit und breit, das nicht getroffen oder beschädigt war. Nach den weiteren Angriffen vom 22. auf den 23. und den Tagesangriff am 23. war buchstäblich die ganze Innenstadt ein Trümmerhaufen, und einzig das Gerichtsgefängnis, in dem wir saßen, unversehrt. Natürlich hatten auch wir Fensterschäden, Risse in den Mauern u. a. m. Das hatte zur Folge, daß ich mir eine böse Erkältung und dann einen schlimmen Rheumatismus zuzog, sodaß ich kaum meine Kleider an- und ausziehen konnte. Aber immerhin, wir hatten ein Dach über dem Kopf, wenn es auch nur ein Gefängnisdach war. Nach dem 23. gelang dem famosen Fritz ein weiteres Husarenstückchen. Er ließ mich durch einen gutmütigen Ersatzwachtmeister ausschließen mit der
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