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erlaube, dürfe ich es schon. In solchem Fall darf
- map nicht widersprechen.
An der Pforte der UHA empfängt mich ein gutmüti- ger Hauptwachtmeister. Ich denke:„Nun gilt’s!“ und rede auf ihn los wie ein Buch. Wir sind auch schon glücklich am Glaskasten vorbei, da bleibt er plötzlich stehen und fragt:„Haben Sie noch etwas in der Tasche?“„Jawohl, Butterbrote und Kuchen“.„Ja, dann müssen Sie die halt hier an der Pforte aufessen, ins Gefängnis dürfen sie nichts nehmen“. Ich ver- suche es noch einmal, bringe mit Gewalt auch noch 2 Butterbrote hinunter, dann geht es beim besten Willen nicht mehr. Nun tat es dem Hauptwacht- meister doch leid, daß er mir das Übrige und den Kuchen abnehmen sollte. Er führte mich zum ersten Hauptwachtmeister und der knurrte mich an:„Machen Sie, daß Sie in Ihre Zelle kommen“. Und das hieß: „Nehmen Sie es mit“. Aber, o Schreck: in der Zelle erwartet mich mein Mittagessen: eine Erbsensuppe, die man sogar warm gestellt hatte. Eine Erbsen- suppe! Eine Erbsensuppe stehen lassen nach Mona- ten, in denen es werktags wie sonntags nur Rüben mit Wässer oder Wasser mit Rüben gegeben hatte, das gab’s einfach“nicht. Eine Stunde machte ich Pause, dann ging auch die Erbsensuppe hinterher. Danach war mir, als hätte ich einen anständigen Fußball verschluckt.
Um 5 Uhr öffnete sich wieder die Zellentür, der Arbeitswachtmeister erscheint und hinter ihm Fritz und bringt mir— einen Pudding: einen leibhaftigen Grießpudding! Der Himmel weiß, woher er ihn hatte. Und es war eine große Schüssel! Hier durfte ich schon aus Höflichkeit nicht nein sagen, ganz ab- gesehen davon, daß durch die Träume meiner Nächte wie oft ein steifer, milchsüßer Grießpudding gewan- dert war. Und ich tat, was ich konnte, wenngleich auch mit größtem Mißtrauen wegen der etwaigen Folgen.„Das kann nicht gut gehen“, dachte ich. Und dann war noch das Abendessen zu leisten: wie-
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