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In diesel Flieger-
Juniz
len der Gefangenen aus den Zellen, besonders die Angstschreie der eingesperrten Frauen im Frauen- abteil. Es sind Stunden der Todesangst, die auch mich körperlich immer anfälliger, nervöser machen. Ringsherum fallen immer mehr Häuser in Schutt, aber dem Gefängnis ist bis jetzt noch nichts passiert. So naht langsam das zweite Weihnachtsfest, das ich im Gefängnis verlebe. Dieses Mal will ich es, wenn auch arm mit dem armen Heiland, doch in großer Freude verleben. Am Heiligabend gelingt es der guten Gustel sogar, mir 2 Stück Kuchen mit einzu- schmuggeln: ein Stück Apfelkuchen und ein Stück Pflaumenkuchen, allerdings gegen den Protest des Wachtmeisters, der ihr erklärt, das sei das letztemal und nur in Anbetracht, daß Weihnachten sei, daß er ihr soviel abnehme, um es mir auszuhändigen. Mit einem weißen Taschentuch decke ich"mir am Weih- nachtsmorgen das Tischchen. In Ermangelung jeg- lichen Weihnachtsschmuckes stelle ich mir zwei Foto- grafien von meinen Nichtchen Carla und Christa, dem Erstkommunionkind, auf; dazu ein Bild vom kleinen Gnadenkapellchen zu Schönstatt; und nun habe ich mir selbst Bescherung gehalten mit dem Kuchen und den Äpfeln von Gustel. Dann feiere ich im Geiste die ganze Weihnachtsliturgie.
Ich war an diesem Tage wirklich ganz froh gestimmt, sehr im Gegensatz zu der allgemeinen Stimmung auf dem Gang. Weihnachten im Gefängnis, das kam die meisten sehr hart an. Aus meiner Weihnachts- freude heraus wollte ich nun den Angehörigen einen Weihnachtsbrief schreiben, einen verbotenen natür- lich. Ich hatte, da mir in der letzten Zeit meine Wäschepost schon nicht mehr genügte, Taschentücher zu Hilfe genommen, die ich in meine Jacke einnähte, in den Rücken und in die Ärmel, die dann unter dem Vorwande, sie müsse ausgebessert werden, nach Hause wanderte. Und so schrieb ich auch jetzt ein ganzes Taschentuch voll. So verbrachte ich den Tag in stiller Freude, stillem Gedenken an die Heimat,
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