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Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
Entstehung
Seite
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kaum ist die Tür hinter uns zu, da sage ich eigent­lich müßte ich sagen juble ich: ,, So, jetzt haben wir 2 Stunden Zeit, uns in Ruhe alles zu erzählen". Es war ja ein uns bis dahin ungewohntes Bild, daß mein ehemaliger Spiritual und Seelenführer und ich nun pudelnackt nebeneinander Besprechung halten dürfen. Aber sage mir einer, daß nicht darin der Finger Gottes sich zeige. Wieder einmal wird der Plan der Gestapo durchkreuzt. P. Wimmer konnte mir alles berichten: P. Provinzial, P. Gerharz, P. Karl Friedrich und ich sind verhaftet worden und sitzen nun hier. Es geht um P. Provinzial, dem man mit aller Gewalt etwas anhängen möchte aus allen möglichen und unmöglichen Gründen. Durch ihn hofft man die ganze Provinz zu treffen. P. Gerharz und ich sollen ihn belasten. Gegen uns liegt nichts vor. Über Sie hat der Th. folgendes gefragt....." Und nun erfahre ich wieder einmal haargenau, was mein guter Freund Th. von mir wissen will. Ich bin gewappnet und auf die nächste Zeit vorbereitet. Unter der Brause stehend, beichte ich wieder nach langen Monaten. Bin also nach diesen 24 Stunden wieder völlig im Bilde.

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Ja, die Verbindung zur Familie ist wieder hergestellt. und aufgenommen, und das nur deswegen, weil Quarantäne war. Jetzt weiß ich also, warum ich hun­gern mußte. Am nächsten Dienstag ist Gustel auch bereits wieder da. Der Seuchenverdacht hat sich nicht bestätigt. Die Quarantäne wird aufgehoben, ich be­komme meine Butterbrote. Gustel berichtet mir später, daß sie Schwierigkeiten bekam, weil ja der Wochentermin, Freitag, noch nicht erreicht war. Aber da hat ihr eine Wachtmeisterin geholfen und ver­mittelt..

Wir sind also wieder zu vier im Gefängnis. In dieser Zeit sind abermals verschiedene schwere Flieger­angriffe. Die Nervosität im Gefängnis bei jedem dieser Angriffe ist nur um so größer. Immer die gleichen Panikerscheinungen, das Schreien und Brül­

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