Druckschrift 
Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
Entstehung
Seite
44
Einzelbild herunterladen

-

mich zu erpressen. Dieser hatte sich in einem Verhör den Ausdruck entwischen lassen: er habe mich ver­schiedentlich gewarnt nämlich in Bezug auf Er­zählen von Feindnachrichten. Daraus schloß der Gestapo - Beamte kurzerhand: er ist gewarnt, also hat er gesprochen.

Ich konnte durch meinen guten Hausvater dem P. Bange das mitteilen, der sagt mir gleich, daß er dieses in einem ganz anderen Sinne gesagt habe. Bei seinem nächsten Verhör läßt er zu Protokoll geben: Ich habe gewarnt und nicht verwarnt. Gewarnt, daß er das nicht tun solle, nicht verwarnt, weil er es etwa getan hatte"- Gleichwohl versuchte Th., auf diesen Satz gestützt, vielleicht auch auf eine Denunziation hin, meine für ihn so hoffnungslose Angelegenheit doch gerichtsfähig zu machen. Denn das war bei allen 56 Verhaftungen, die er in unserer Provinz vor­nahm, sein einziges und letztes Streben: wenigstens einen anständigen Prozeß gegen uns herauszuschin­den. Das hätte der Gestapo Anlaß gegeben, gegen unsere Provinz vorzugehen und die Häuser einzu­ziehen, und dahinter stand die letzte Absicht: unsere Arbeit für Schönstatt die sie zwar nicht wußten, aber ahnten und auch vermuteten in der Folge­zeit unmöglich zu machen.

-

-

So übergab er mich eines Tages dem Untersuchungs­richter. Bei dessen Verhör, im Beisein von Gestapo­mann Th., merkte ich, daß unter gewöhnlichen Um­ständen der Untersuchungsrichter mich gleich in Freiheit gesetzt haben würde. Wohl um mir selbst gut zu sein, sprach er dann doch die Untersuchungs­haft aus. Zunächst war ich darüber heillos froh. Gleich am nächsten Sonntag durfte ich zum ersten­mal am Gottesdienst teilnehmen, durfte zur Messe dienen und bekenne: vor Freude sind mir die Tränen heruntergelaufen. Die Behandlung war freier. Man schloß mich schon einmal aus und ich arbeitete mit anderen zusammen, etwa beim Kübel- und Eimer­Putzen, konnte mich also wieder einmal unterhalten.

44

Die Fr die da

werder

Das ein verlief empört

der v

des Ve

für W besser mens radezu Gegen

seiten

Juriste

Von In

Behan

dies g

Erfahr

von ih den sta

toko

erhobe

sei, w

Ich wil wähne

Da wa forsche sonst gläubi

lange, mir ge wirkli geben.

überha

daß G

stapo

erregt