Druckschrift 
Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
Entstehung
Seite
37
Einzelbild herunterladen

hen

hen

und

eit.

uä­

alle

iers

Bte

der

ber

enn

Ar­

iner

und

und

des

alle

zen.

Cine

ten

ich

war.

ẞte

sio­

gel­

bes­

und bat

er­

ich

lag:

eine

Chen

was

ver­

diten

mal

-

wiederkäme- oder, wenn ich nicht wiederkäme, wären sie mein Nachlaß. Er aber fuhr mich auf dieses Ansinnen hin an: ,, Sie sind wohl verrückt, ich soll mich mit einer Frau einlassen. Es gibt keine Frau, die den Mund halten kann, und Sie wissen, was davon abhängt. Der Th. würde mich ja an die Wand stellen lassen, wenn er nur die Hälfte von dem wüßte, was wir hier treiben!" Das sah ich freilich ein, andererseits aber glaubte ich, für das Mundhalten meiner guten Gustl eintreten zu können und auch für das Mundhalten meiner Ku­sinen. Denn auf dem Wege über die Wäsche war endlich auch die Verbindung zu meinen Verwandten hergestellt. Ich wagte ihm aber nichts mehr zu sagen. Da scheint Gustl selber durch ihre freund­lichen Äuglein das Herz des bärbeißigen Hauptwacht­meisters Z. gerührt zu haben und eines Tages schloẞ er wieder meine Zelle auf: Los, los, wo sind denn die Sachen, sofort herausgeben, ich kann nicht mehr lange warten", und damit war der Durchbruch ge­leistet. Von jetzt ab arbeitete ich rasend. Was der Tag nur an Licht hingab, das nützte ich aus, und so floẞ Päckchen für Päckchen meiner Elaborate hin­aus. Das gab mir auch innerlich einen großen Auf­trieb, ja eine diebische Freude. So war ich doch ge­rade wieder in der Arbeit tätig, von der mich die Gestapo vor allen Dingen fernhalten wollte: Die Arbeit für das Reich Gottes.

So war meine Zelle Nr. 244 bald zu einer wahren Klosterzelle geworden. Allerdings lebte ich wie ein Trappist, war aber innerlich ganz glücklich und froh. Von Zeit zu Zeit brachte mir mein guter Hausvater die hl. Kommunion. Des Sonntags konnte ich dem Gottesdienst wenigstens geistigerweise beiwohnen, wußte überhaupt, ich bin mit dem Heiland unter einem Dach! Habe Arbeit und allmählich auch die Freundschaft des Stationswachtmeisters errungen. Das zeigt sich darin, daß ich Nachschlag" bekam, eine wichtige Sache. Denn immer noch war das Essen,

37