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Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
Entstehung
Seite
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ersten Arbeiten auf lange schmale Papierröllchen schreiben, aber s'ist doch Papier. Ein Bleistiftchen wird mir bald vom Bibliothekar zugeschmuggelt und ich beginne zunächst einmal mit Übersetzungsarbeit. Schon im Polizeigefängnis habe ich um die quä­lenden Stunden auszufüllen und abzukürzen alle mir bekannten Hymnen und Sequenzen des Breviers und des Missales soweit ich sie auswendig wußte - singgerecht und sinngerecht im Versmaß der Originale und möglichst dichterisch übertragen. Aber dort mußte ich sie sozusagen auswendig lernen, denn ich konnte ja nicht schreiben. Das hemmte ein Ar­beiten sehr. Jetzt nun schrieb ich diese Kinder meiner Muse mit Muẞe nieder und übersetzte nach und nach eine ganze Reihe der Hymnen des Breviers und die Sonntagshymnen unter dem Titel Lieder des Lichtes", die Hymnen von Fronleichnam , fast alle Hymnen der Gottesmutter, auch alle Sequenzen. Dann ging ich zu Größerem über.

Ich arbeitete an dem Entwurf eines Buches. Eine Homiletik im Sinne Schönstatts. Predigten machte ich am laufenden Band. Aber hier muß ich noch etwas einfügen:

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Als meine ersten Arbeiten sich langsam häuften, war. ich in Nöten: wo tust du sie denn hin? Man mußte auch in der UHA von Zeit zu Zeit mit Zellenrevisio­nen rechnen. Im Polizeigefängnis waren sie regel­mäßig jede Woche, verbunden mit einer Leibes­visitation. Nun, auch hier wurde mir mein Freund der Hausvater zum helfenden Retter. Ich bat ihn, die Sachen für mich aufzubewahren. Dazu er­klärte er sich auch gleich bereit. Dann wurde ich kühner und machte zum erstenmal den Vorschlag: ,, Könnten Sie das nicht der Frau mitgeben, die meine Wäsche abholt?" Ich dachte so: wenn er die Sachen bei sich behält und hier in Frankfurt passiert etwas durch Feindeinwirkung, dann sind die Sachen ver­loren; wenn ich sie aber zu meinen Verwandten schaffen könnte, dann wären sie da, wenn ich einmal

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