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Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
Entstehung
Seite
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,, Also machen Sie das mit der Wäsche so, wie ich Ihnen das gesagt habe, damit man nicht immer die­selben Schwierigkeiten hat!" Schließt die Tür zu und ich kann ein Lachen nicht verbeißen. Zwar bin ich fest überzeugt, daß der Diensthabende genau weiß, daß hier Unlauteres getrieben wird, aber viel­leicht ist er in seinem Herzen selbst der Übelste nicht. An diesem Tag bin ich voll hoher Freude. Nun weiß ich mich nicht mehr einsam.

Es zeigt sich denn auch, daß der Hausvater eine ganz große Nummer ist. Er flucht zwar wie ein Türke, daß es durch das ganze Haus schallt, ist mit sämt­lichen Wachtmeistern verstritten und behandelt die Gefangenen grob wie ein Holzfäller. Im Herzen aber ist er ein echt gläubig- katholischer Mann, der aus religiöser Überzeugung sich eine Freude darausmacht, uns allen vor allem den gefangenen Priestern- zu helfen.

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Uns allen! Ja, wir sind hier in der UHA eine große Familie. Unser 10 sind wir hier ein­gesperrt. 10 Pallottiner . Ich sehe allerdings nur einen täglich beim Spaziergang weil er mit mir auf dem gleichen Gang liegt, Br. Kunkel, unseren Bäckermeister, der nun schon seit 3 Jahren ohne Grund im Gefängnis sitzt. Ich gebe ihm jeden Mor­gen den Segen und öfters auch die Absolution beim Spaziergang. Die anderen sehe ich nicht- aber wir hören uns. Denn, wenn in der Frühe morgens nachdem die Glocke zum Aufstehen läutet erste Fenster aufgeht, tönt auch bald unser Gruß ge­pfiffen über den Hof: Wir werden nicht unter­gehen!" Es pfeift von allen Seiten. Wir sagen uns in unserer Art ,, Guten Morgen".

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Ich bin schon ein paar Wochen in der UHA, da fällt mir bei meinem Spaziergang im Treppenhaus- das man von oben bis unten durchschauen kann der sogenannten Packerei ein hochgewachsener, feiner Kerl auf. Immer wieder muß ich zu ihm hin­

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