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er mich fressen wolle und knurrt: ,, Sie sind katholischer Priester, was?" Oha, denke ich, geht das hier auch so los? Antworte die Hand an der Hosennaht ,, Jawohl, Herr Hauptwachtmeister!" Dann merklich leiser von ihm aber mit der gleichen mürrischen Miene:„ Ich bringe Ihnen übermorgen die heilige Kommunion!" Das Wort ging mir wie ein Schlag durch mein Herz. Ich vergaß jede Antwort und da war er auch schon abgebraust. Ich wurde im Nu sehr aufgeregt. Man bedenke: monatelang habe ich nun die Tröstungen des Gottesdienstes und der heiligen Kommunion entbehrt. Aber ein weiteres war mir sofort klar: wenn der Wachtmeister mir wirklich die Kommunion bringt, dann setzt er Kopf und Kragen dafür ein. Falls die Gestapo dieses erfährt, ist er nicht nur seiner Stelle verlustig, sondern wird schwerstens bestraft; tut er es also doch, dann habe ich einen Freund im Gefängnis. In der darauffolgenden Nacht habe ich nicht geschlafen. Wie vor meiner ersten heiligen Kommunion habe ich mich darauf vorbereitet, nun wieder nach langen Monaten den Heiland zu empfangen. In aller Herrgottsfrühe war ich bereits auf und als eben erst der Tag graute, knirscht leise der Schlüssel im Schloß, der Riegel wird zurückgeschoben und siehe da: mein Hausvater in seiner besten Uniform tritt ein und zieht unter seinem Mantel eine Bursa hervor. Er kniet andächtig beiseite und ich kann mir die heilige Kommunion reichen. Nachdem ich ihm die Bursa wieder zurückgegeben, versucht er leise und geräuschlos meine Zelle wieder zu verlassen, aber o weh gerade hat er die Zellentür geöffnet, da geht draußen der diensthabende Wachtmeister vorbei. Mir schlägt das Herz fühlbar. Ich weiß, was das bedeutet; erlebe auch später oft genug, daß Wachtmeister wegen Gefangenenbegünstigung weil sie etwa Gefangenen einen Brief zugeschmuggelt oder Essen besorgt haben im gleichen Polizeigefängnis saßen wie wir. Der Hausvater dreht sich sofort um und brüllt mich an:
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