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Nacht und Nebel : ein Sachsenhausen-Buch / Arnold Weiss-Rüthel
Entstehung
Seite
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Sonderaktion, die Erschießung von etwa 500 russischen Kriegs­gefangenen, statt.

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Die Aktion begann abends nach dem Appell, der diesmal nicht länger als zehn Minuten dauerte. Sofort nach dem Si­gnal zum Einrücken mußten sämtliche Häftlinge den Platz im Laufschritt verlassen und sich in die Baracken verfügen. Von hier aus konnten wir nun die weiteren Vorgänge gut beob­achten. Wir sahen, wie ein großer fensterloser Kraftwagen, der später auch als, Gaswagen" Verwendung fand, am Gitter­tor der Isolierung vorfuhr und wie etwa 50 Russen durch eine Gasse von SS - Leuten in das Innere des Wagens getrieben wurden. Alles vollzog sich sehr rasch. Die Wagentür klappte ins Schloß und der Karren rollte davon durch den Turm A, den Kommandanturbereich und an den Baulichkeiten der ,, Deut­schen Ausrüstungswerke" vorbei in den Industriehof. Was sich hier und im weiteren Verlauf der Aktion die folgenden Nächte hindurch abspielte, wissen nur wenige Häftlinge aus eigener Anschauung; vorausgesetzt, daß noch einer von ihnen unter den Lebenden weilt. Man hatte ein Kommando von Berufs­verbrechern mit dem schon erwähnten Böhm als Vorarbeiter gebildet, dessen Aufgabe es war, die Leichen der Ermordeten aus der Leichenhalle in die Verbrennungsöfen zu schaffen. Dieses Kommando wurde streng isoliert und kam mit den übrigen Häftlingen des Lagers nicht in Berührung; es wohnte in einer eigenen Baracke auf dem Industriehof und erhielt Truppenverpflegung und Alkohol. Trotzdem ließ sich der Verkehr zwischen den Angehörigen des Kommandos und dem Lager nicht ganz unterbinden, weshalb wir schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit genauestens Bescheid wußten über den technischen Verlauf der Aktion. Da sich außerdem die grausige Anlage unmittelbar hinter der westlichen Lager­mauer befand, konnten auch wir im Lager einen Teil der äußeren Vorgänge, die ja unschwer auf die inneren Vor­gänge schließen ließen, wahrnehmen. Wir sahen die Tag und Nacht mächtig qualmenden Schlote der vier Krema­toriumsöfen, wir hörten das Brausen und Rauschen der großen Motorfeuerspritze und den musikalischen Lärm eines auf höchste Tonstärke gedrehten Lautsprechers

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beide

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