987-444
e alles
Wir
t vor
I war.
hrung nicht zeich
im zu s eine gerade
rrscht finden
- ich
diesem licherUnd in e, aber Bereiterade
Leben
ren zu
XVII
Der Mord an 18 000 Russen
,, Station Zett"
Im Hochsommer des Jahres 1941 kamen russische Kriegsgefangene ins Lager. Sie waren bei den Kämpfen im Osten der Waffen- SS in die Hände gefallen. Sie brachten viele Tote mit, Kameraden, die auf dem Transport gestorben waren. Aber auch die Lebenden befanden sich in einem trostlosen Zustand, sie hatten gehungert und alle Entbehrungen durchlitten, die der Krieg dem gefangenen Soldaten auferlegt. Es waren an die zweitausend Mann, die nun in zwei leeren Baracken innerhalb eines besonderen Gevierts der Strafkompanie untergebracht wurden.
Kurz zuvor hatte die ,, Bauleitung Oranienburg der Waffen- SS und Polizei" den Auftrag erhalten, auf dem Industriehof des Lagers ein Gebäude zu errichten, dessen Raumaufteilung und Inneneinrichtung bei unseren im Baubüro tätigen HäftlingsArchitekten einige Verwunderung erregte. Durch die Zimmerleute, die an der Aufstellung des Gebäudes beteiligt waren, erfuhren wir bald Genaueres über seine Beschaffenheit. Eine provisorische Grundrißzeichnung, die uns einer der Handwerker anfertigte, ließ uns über den Zweck dieses Bauwerks nicht länger im unklaren.
Zu derselben Zeit, da wir uns in der Verborgenheit eines Werkstattwinkels mit dem Studium dieser Planskizze beschäftigten, rollten vier LKWs in den Industriehof, deren jeder eine merkwürdige Maschine anlieferte: vier mächtige heizkesselähnliche Apparate aus grauem Metall mit Feuerungstüren, großen backofenartigen Verschlußklappen, Ventilen und Druckmeßgeräten; auch über den Zweck dieser Maschinen konnte bei näherer Betrachtung kein Zweifel bestehen. Wir ahnten, daß etwas Außergewöhnliches bevorstand.
8"
115


